Iran verurteilt ukrainische Drohnenattacke auf Frachter im Kaspischen Meer
Iran verurteilt ukrainische Drohnenattacke auf Frachter

Die iranische Regierung hat scharf gegen einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Frachtschiff im Kaspischen Meer protestiert. Nach Angaben des Außenministeriums in Teheran wurde bei dem Angriff am Samstag ein Matrose getötet, ein weiterer verletzt. Teheran bezeichnete die Tat als Aggressionsakt und Verstoß gegen das Völkerrecht, der die Flammen des Krieges weiter anfachen könnte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor bestätigt, dass weitreichende Drohnen Schiffe im Kaspischen Meer getroffen hätten, darunter solche mit militärischer Fracht und Bezug zum Iran. In seiner abendlichen Videoansprache wies Selenskyj auf eine verstärkte militärische Zusammenarbeit zwischen Moskau und Teheran hin. Russland versorge das iranische Militär „intensiv“ mit Satellitenaufnahmen von der Golfregion, was sowohl vor als auch nach iranischen Angriffen zur Schadensbewertung genutzt werde.

Iran und Oman beraten über Straße von Hormus

Unterdessen fanden am Wochenende in Teheran Gespräche zwischen Vertretern des Iran und des Oman über die strategisch wichtige Straße von Hormus statt. Das iranische Außenministerium bezeichnete die Unterredungen als produktiv, die technischen und politischen Konsultationen dauerten an. Die Meerenge, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet, ist einer der Hauptstreitpunkte im Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Nach einer kurzfristigen Entspannung hatte der Iran die Passage zuletzt de facto wieder geschlossen; die USA verhängten daraufhin eine Blockade iranischer Häfen. Laut US-Armee griff der Iran in den vergangenen drei Monaten mehr als 30 Handelsschiffe in der Meerenge an. Die UN fordern einen sicheren Transit für etwa 6000 Seeleute, die auf blockierten Schiffen festsitzen.

Israel tötet Hamas-Polizeichef im Gazastreifen

Im Gazastreifen hat die israelische Armee nach palästinensischen Angaben den Polizeichef der Hamas, Abdel-Nasser Al-Makadma, getötet. Er sei bei einem Angriff im Viertel Scheich Radwan in Gaza-Stadt ums Leben gekommen. Makadma war auch als Gouverneur des nördlichen Gazastreifens bekannt. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs lag zunächst nicht vor. Bei einem weiteren Angriff wurde ein palästinensischer Sanitäter im Flüchtlingslager Nuseirat getötet, ein Polizist erlag zudem seinen Verletzungen aus einem früheren Luftangriff. Israel hat in den vergangenen Monaten Dutzende Mitglieder der Hamas-Polizei getötet, darunter Führungspersönlichkeiten.

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Jemen-Konflikt: Raketen aus Jemen abgefangen, Huthis greifen Saudi-Aramco an

Die saudische Luftabwehr hat zwei aus dem Jemen abgefeuerte ballistische Raketen abgefangen, die Ölraffinerien in der Hafenstadt Janbu am Roten Meer zum Ziel hatten. Nach Angaben aus griechischen Sicherheitskreisen wurde das Abwehrsystem von griechischem Militärpersonal bedient, das zudem eine Drohne abschoss. Die mit dem Iran verbündeten Huthis im Jemen bekannten sich zu Angriffen auf Anlagen von Saudi Aramco in Dschisan und Janbu. Eine Bestätigung aus Saudi-Arabien liegt nicht vor. Als Reaktion griff die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition Stellungen der Huthi-Miliz in der jemenitischen Provinz Hudaida an. Der Iran rief unterdessen zu Dialog auf, erklärte aber, die Probleme im Jemen seien nicht Teheran anzulasten.

Weitere Entwicklungen: Katy Perry kritisiert Weißes Haus, EU verhängt Sanktionen

Für Aufsehen sorgte ein TikTok-Clip des Weißen Hauses, der Militärschläge gegen den Iran mit dem Song „Firework“ von Katy Perry unterlegte. Die Sängerin zeigte sich auf X empört: „Ich habe dem nicht zugestimmt, ich wurde nicht gefragt, und ich billige das absolut nicht.“ Ihre Musik sei dazu da, Menschen zusammenzubringen, nicht um Krieg zu verherrlichen.

Die Europäische Union verhängte neue Sanktionen gegen iranische Richter wegen mutmaßlicher Menschenrechtsverletzungen sowie gegen eine führende Persönlichkeit einer Cybergruppe. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte, die EU werde die Verantwortlichen weiter zur Rechenschaft ziehen.

US-Präsident Donald Trump warnte Russland und China vor einer Einmischung in den Iran-Krieg und erklärte, er nehme die Zusagen von Xi Jinping und Wladimir Putin, keine Waffen an den Iran zu liefern, beim Wort. Tatsächlich gibt es Berichte über russische Militärtechnologie für den Iran.

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Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu reist am Montag nach Washington, um am Dienstag US-Präsident Trump zu treffen und an der Trauerfeier für Senator Lindsey Graham teilzunehmen.

Die iranische Revolutionsgarde griff nach eigenen Angaben den US-Stützpunkt Al-Asrak in Jordanien an. Die jordanische Armee teilte mit, sie habe sieben Raketen und sechs Drohnen abgefangen; es gab weder Schäden noch Verletzte. Auch nahe der Straße von Hormus ereignete sich ein Vorfall mit einem Öltanker, berichtete die britische Seefahrtbehörde UKMTO. Das US-Militär meldete zudem einen Angriff auf einen Tanker auf dem Weg in den Iran, den es durch Beschuss des Maschinenraums außer Gefecht gesetzt habe.