Nahost: Hamas stimmt Entwaffnung zu – Friedensrat bestätigt
Nahost: Hamas stimmt Entwaffnung zu – Friedensrat bestätigt

Washington – Die islamistische Hamas hat nach übereinstimmenden Angaben aus US-Kreisen und dem umstrittenen Friedensrat einer vollständigen Entwaffnung und der Entmilitarisierung des Gazastreifens zugestimmt. Zunächst hatte die Organisation signalisiert, ihre Waffen unter Aufsicht der palästinensischen Übergangsverwaltung stellen zu wollen, nun gab sie über Vermittler grünes Licht.

Zustimmung zum finalen Text

Mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten, die Hamas habe über Vermittler „dem finalen Text des Zeitplans zugestimmt, wie er ihnen in unserer letzten Vermittlungssitzung vorgelegt wurde“. Dieser beinhalte auch einen Artikel, der „die vollständige Entwaffnung“ der radikalislamischen Organisation vorsieht. Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump verkündet, dass der von den USA initiierte Friedensrat eine Vereinbarung zur „vollständigen Entwaffnung“ der Hamas im Gazastreifen erzielt habe.

Zeitrahmen und nächste Schritte

In den kommenden Wochen müssten weitere Details ausgearbeitet werden, hieß es aus den Quellen. „Ich denke, wir können in den nächsten ein bis zwei Monaten Fortschritte sehen“, sagte ein ranghoher Regierungsbeamter. Eine andere Quelle aus dem Friedensrat stellte für das gesamte Vorhaben einen Zeithorizont von „200 bis 350 Tagen“ in Aussicht. Genauere Angaben könnten erst dann gemacht werden, sobald „ein Zeitplan für jede Phase“ vereinbart worden sei.

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Kritik am Friedensrat

Trumps Friedensrat ist umstritten, da er von Kritikern als parteiische Konkurrenz zu den Vereinten Nationen gesehen wird. Zu den Gründungsmitgliedern zählen neben den USA unter anderem Israel, Ägypten, Katar und die Türkei. Deutschland ist kein Mitglied des Gremiums.

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