Der Iran-Krieg eskaliert weiter: Bei einem iranischen Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen von Kuwait sind mindestens 63 Menschen verletzt und ein Mensch getötet worden. Der kommerzielle Flugverkehr wurde vorübergehend ausgesetzt. US-Präsident Donald Trump erklärte unterdessen, der Iran habe einem Verzicht auf Atomwaffen zugestimmt. Israel meldete den Abschuss eines feindlichen Flugobjekts aus dem Libanon.
Angriff auf Kuwait: 63 Verletzte, ein Toter
Ein Sprecher des kuwaitischen Gesundheitsministeriums bestätigte, dass bei dem Angriff auf den Kuwait International Airport 63 Menschen verletzt wurden, darunter Reisende, Flughafenmitarbeiter und Zivilisten. Viele erlitten schwere Verletzungen wie Gliedmaßenverluste, Hirnblutungen oder Knochenbrüche. Sieben Verletzte mussten notoperiert werden. Zwei Dutzend Krankenwagen waren im Einsatz. Der Flughafen war erst am Montag nach einer kriegsbedingten Schließung wieder geöffnet worden. Aufnahmen zeigen eine zerstörte Halle, dichten Qualm und Feuer.
Trump: Iran stimmt Atomwaffenverzicht zu
US-Präsident Donald Trump erklärte in einem Podcast-Interview, der Iran habe einem Verzicht auf Atomwaffen zugestimmt. Zudem sei der iranische Ajatollah an Verhandlungen mit den USA beteiligt. Die Führung in Teheran betont jedoch stets, dass ihr Nuklearprogramm ausschließlich zivilen Zwecken diene. Trump fügte hinzu, die Gespräche zwischen Washington und Teheran liefen ununterbrochen weiter, entgegen anderslautender Berichte.
Israel fängt feindliches Flugobjekt ab
Das israelische Militär fing nach eigenen Angaben ein feindliches Flugobjekt aus dem Libanon ab, das in den Norden Israels eingedrungen war. Die Hisbollah-Miliz übernahm zunächst keine Verantwortung. Der Libanon hatte zuvor eine Teilwaffenruhe mit Israel verkündet, die jedoch brüchig ist.
USA sanktionieren iranische Kryptobörse
Die USA verhängten Sanktionen gegen die größte iranische Kryptowährungsbörse Nobitex und deren Führungsebene. Das US-Finanzministerium wirft dem Unternehmen vor, der Regierung in Teheran und sanktionierten Institutionen bei der Umgehung westlicher Sanktionen geholfen zu haben. Die Maßnahmen folgen auf eine Reuters-Recherche, die aufdeckte, dass über die Plattform Hunderte Millionen Dollar für die iranische Zentralbank und die Revolutionsgarden abgewickelt wurden.
US-Militär wehrt iranische Angriffe ab
Das US-Militär teilte mit, einen größeren Angriff des Irans auf Ziele in der Golfregion erfolgreich abgewehrt zu haben. Mehrere ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden. Als Reaktion führten die USA Selbstverteidigungsschläge auf eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeschm durch. Die iranischen Revolutionsgarden griffen Berichten zufolge das Hauptquartier der 5. US-Flotte an.
Weitere Entwicklungen
- Bahrain: Sirenenalarm, Bevölkerung soll Schutz suchen.
- Kuwait: Erneute Raketen- und Drohnenangriffe, Luftabwehr im Einsatz.
- Libanon: Acht Tote bei israelischen Drohnenangriffen, Hisbollah feuert Panzerabwehrraketen.
- Irak: Sucht neue Öl-Exportwege wegen Sperrung der Straße von Hormus.
- Unicef: Steigende Kosten durch Nahost-Krise bedrohen Kinder-Versorgung.
- Merz: Ruft zur Beruhigung der Lage im Libanon auf.
Die Lage bleibt angespannt. Trotz einer im April vereinbarten Waffenruhe kommt es immer wieder zu Angriffen. Trump und Netanjahu führten ein schroffes Telefongespräch, in dem Trump den israelischen Premier beschimpft haben soll. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran über ein Abkommen zur Beendigung des Krieges scheinen jedoch fortzudauern.



