Kreml rechtfertigt Kriegskurs nach Drohnenangriff auf St. Petersburg
Kreml rechtfertigt Kriegskurs nach Drohnenangriff

Der Kreml hat den ukrainischen Drohnenangriff auf St. Petersburg als Bestätigung für seinen Kriegskurs gewertet. Die sogenannte militärische Spezialoperation werde auch deswegen fortgeführt, damit es solche Schläge nicht gibt, erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow laut russischen Nachrichtenagenturen. Der Angriff ereignete sich am Rande des Internationalen Wirtschaftsforums SPIEF in der Ostseemetropole.

Kreml kündigt Reaktionen an

Peskow kündigte zudem Reaktionen auf die Angriffe an, verwies jedoch darauf, dass ein direkter Vergeltungsschlag in den Verantwortungsbereich des Verteidigungsministeriums falle. Die genauen Maßnahmen blieben zunächst unklar. Der Gouverneur von St. Petersburg, Alexander Beglow, teilte mit, dass mehrere Infrastruktureinrichtungen beschädigt worden seien. Es habe jedoch keine Todesopfer gegeben.

Ukrainische Drohnen treffen Ölanlagen und Militärbasis

Nach Medienberichten trafen ukrainische Drohnen Ölanlagen im Hafen von St. Petersburg sowie militärische Ziele in der Flottenbasis Kronstadt. Ziel der Angriffe sei es gewesen, das mehrtägige Wirtschaftsforum zu stören, bei dem auch Präsident Wladimir Putin erwartet wurde. In sozialen Netzwerken kursierten Aufnahmen von einer schwarzen Rauchwolke über der Stadt. Der Flugverkehr am Flughafen Pulkowo war vorübergehend eingeschränkt.

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Bereits vor Beginn des Forums hatten die Behörden die Einwohner und Gäste vor möglichen Drohnenangriffen gewarnt. In einer versandten SMS hieß es: Achtung! Es besteht Drohnengefahr auf dem Gebiet von St. Petersburg, möglich sind Störungen des mobilen Internets.

Hintergrund des Konflikts

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte den Krieg gegen die Ukraine vor mehr als vier Jahren befohlen. Seitdem greift das russische Militär systematisch ukrainische Städte und Gemeinden an, wobei auch viele Zivilisten getötet werden. Die Ukraine ist inzwischen zu massiven Drohnenangriffen auf das russische Hinterland übergegangen, die sich neben militärischen Anlagen vor allem gegen Objekte der Ölindustrie richten.

Das SPIEF, auch als russisches Davos bekannt, ist ein bedeutendes Wirtschaftsforum, zu dem Putin auch westliche Unternehmer und Wirtschaftsvertreter erwartet. Die jüngsten Angriffe überschatten die Veranstaltung und verdeutlichen die anhaltende Eskalation des Konflikts.

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