Nach der Einführung von Benzin- und Diesel-Limits auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim müssen sich nun auch die Menschen im besetzten ukrainischen Gebiet Luhansk auf eine begrenzte Ausgabe von Kraftstoff einstellen. Die Besatzungsbehörden haben eine Beschränkung auf maximal 20 Liter pro Person für die Sorten AI-95 (entspricht Super in Europa), AI-92 (Normal) sowie Diesel verhängt, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete.
Gründe für die Beschränkung
Begründet wurde der Schritt mit den derzeitigen Vorräten und einer gestiegenen Kraftstoffnachfrage in den vergangenen Tagen. Es handele sich um vorübergehende Beschränkungen, hieß es weiter. Auf der Krim war bereits am Wochenende eine vorübergehende Begrenzung für die Ausgabe von Benzin eingeführt worden.
Russland stoppt Kerosin-Export
Die russische Regierung untersagte außerdem erstmals und zunächst bis Ende November die Ausfuhr von Kerosin. Ziel des Beschlusses sei die Gewährleistung einer stabilen Lage auf dem Binnenmarkt für Treibstoffe, hieß es in einer Mitteilung.
Ukrainische Angriffe auf russische Ölindustrie
In dem vor mehr als vier Jahren von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine setzt Kiews Militär bei seinen Gegenangriffen seit Monaten auf Attacken gegen die russische Ölindustrie. Damit will die Ukraine den Treibstoffnachschub für die russische Armee stören und die für Moskaus Kriegskasse wichtigen Einnahmen aus dem Energiegeschäft schmälern.



