Razzia: Russe soll deutsche Gasversorgung attackiert haben
Razzia: Russe soll deutsche Gasversorgung attackiert haben

Die deutschen Sicherheitsbehörden haben einen mutmaßlichen Anschlagsplan auf die Gasinfrastruktur vereitelt. Am frühen Morgen durchsuchten Ermittler die Wohnung eines 39-jährigen Russen im Landkreis München. Der Mann steht im Verdacht, einen Angriff auf die deutsche Gasversorgung vorbereitet zu haben.

Verdacht auf geplanten Sabotageakt

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, seit Oktober 2023 konkrete Vorbereitungen für einen Sabotageakt getroffen zu haben. Ziel sei es gewesen, die Gasversorgung in Deutschland zu stören oder zu unterbrechen. Dabei soll er Verbindungen zu einer ausländischen Nachrichtendienstorganisation unterhalten haben. Die Ermittler stellten bei der Razzia Datenträger und Unterlagen sicher, die nun ausgewertet werden.

Zusammenarbeit mit ausländischen Diensten

Nach Angaben der Generalbundesanwaltschaft steht der Tatverdacht im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg. Der Beschuldigte soll im Auftrag eines ausländischen Geheimdienstes gehandelt haben. „Es besteht der dringende Verdacht, dass er eine staatsgefährdende Sabotagehandlung vorbereitet hat“, erklärte ein Sprecher der Behörde. Die genauen Hintergründe und die Art des geplanten Angriffs sind noch Gegenstand der Ermittlungen.

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Wachsende Bedrohung für kritische Infrastruktur

Der Fall zeigt die wachsende Bedrohung für kritische Infrastruktur in Deutschland. Bereits in den vergangenen Monaten hatten Sicherheitsbehörden vor möglichen Sabotageakten gewarnt. Die Gasversorgung gilt als besonders sensibel, da Deutschland nach dem Wegfall russischer Lieferungen auf alternative Quellen angewiesen ist. „Wir müssen davon ausgehen, dass feindliche Akteure versuchen, unsere Energieinfrastruktur zu destabilisieren“, sagte ein Sicherheitsexperte.

Maßnahmen der Behörden

Die Ermittlungen werden von der Bundesanwaltschaft geführt. Die Razzia erfolgte in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Landeskriminalamt und dem Bundeskriminalamt. Der Beschuldigte sitzt in Untersuchungshaft. Die Behörden prüfen derzeit, ob es weitere Verdächtige oder Unterstützer gibt. Die Sicherheitsmaßnahmen an Gasanlagen wurden bereits verstärkt.

Reaktionen aus der Politik

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) zeigte sich alarmiert. „Wir schützen unsere kritische Infrastruktur mit aller Härte des Gesetzes. Die Sicherheitsbehörden arbeiten auf Hochtouren, um solche Anschläge zu verhindern“, erklärte sie. Auch aus der Opposition kamen Forderungen nach einer noch stärkeren Sicherung der Energieversorgung. Der Fall verdeutliche die Notwendigkeit einer robusten Abwehrstrategie gegen hybride Bedrohungen.

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