Ein Familienausflug in den US-Bundesstaat Utah endete in einer Tragödie: Eine gewaltige Sturzflut riss eine fünfköpfige Familie in den Tod. Nur die 19-jährige Tochter Lydia Long überlebte, weil sie an der Wanderung nicht teilnahm. Ihr Vater, Feuerwehr-Captain Spencer Long (59), ihre Mutter Katrina und ihre drei Brüder kamen in den reißenden Wassermassen ums Leben.
Die Wanderung durch die Schlucht
Nach Angaben des Sheriff-Büros von Wayne County war die Familie am Freitag zu einer Wanderung durch eine Schlucht nahe der Ortschaft Bicknell aufgebrochen. Als sie nicht zurückkehrte, wurde sie als vermisst gemeldet. Noch am selben Abend begann eine großangelegte Suchaktion. Bald darauf entdeckten Einsatzkräfte die Leichen von drei Familienmitgliedern, darunter Spencer Long und zwei seiner Söhne. Sie wurden in einem von den Fluten durchspülten Bachbett gefunden.
Bergung der Vermissten
Am Samstagmorgen fanden die Helfer auch die beiden übrigen Vermissten tot. Damit bestätigte sich die schlimmste Befürchtung: Keines der fünf Familienmitglieder hatte die Sturzflut überlebt. Die Behörden gaben an, dass das Gebiet von heftigen Gewittern getroffen wurde. Die plötzlich anschwellenden Wassermassen schossen durch die enge Schlucht und überraschten die Familie offenbar völlig unvorbereitet.
Trauer und Anteilnahme
„Wir sind zutiefst erschüttert über den Tod von Captain Spencer Long und seiner Familie“, erklärten seine Feuerwehrkameraden. Spencer Long war Captain bei der Feuerwehr von Provo. Die Gemeinde trauert um den Verlust eines geschätzten Kollegen und seiner Angehörigen.
Spendenaufruf für die überlebende Tochter
Für Tochter Lydia wurde auf der Plattform GoFundMe eine Spendenkampagne eingerichtet. Sie soll dem Mädchen helfen, nach dem Verlust ihrer Familie einen Neuanfang zu machen. In dem Spendenaufruf heißt es: „Kein Geld der Welt kann Lydia ihre Familie zurückbringen. Aber gemeinsam können wir ihr helfen, zumindest einen Teil der Last zu tragen, die sie nun schultern muss.“ Die Kampagne zeigt, wie die Gemeinschaft versucht, Lydia in ihrer schwersten Stunde beizustehen.



