In der Ukraine sind bei erneuten russischen Angriffen rund ein Dutzend Menschen verletzt worden. Besonders betroffen waren die Städte Charkiw im Nordosten und Cherson im Süden des Landes.
Angriffe auf Charkiw und Bohoduchiw
In der grenznahen Stadt Charkiw schlugen Raketen und Drohnen ein, wobei auch zwei Wohnblocks getroffen wurden. Wie Gouverneur Oleh Synjehubow auf Telegram mitteilte, wurden zwei Personen in Charkiw verletzt. Eine weitere Frau erlitt Verletzungen in der Kleinstadt Bohoduchiw. Die genauen Umstände der Angriffe werden noch ermittelt.
Artilleriebeschuss in Cherson
Im südukrainischen Cherson beschoss das russische Militär die Stadt mit Artillerie. Nach Angaben der Stadtverwaltung schlug ein Geschoss gegen 1:30 Uhr Ortszeit in einem Wohnhaus ein, wodurch drei Menschen verletzt wurden. Zudem wurden vier weitere Personen in den Landkreisen der Region verletzt, wobei unklar blieb, ob die Opfer in der Nacht oder am Vortag getroffen wurden.
Verletzte in der Region Dnipropetrowsk
In der Region Dnipropetrowsk gab es vier weitere Verletzte. Eine 54-jährige Frau schwebt laut Gouverneur Oleksandr Hanscha in Lebensgefahr. Zu den genauen Zeitpunkten der Angriffe machte er keine Angaben.
Tödlicher Drohnenangriff im besetzten Gebiet
Im von Russland besetzten Teil der Ukraine wurde nach russischen Angaben ein Kind bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet. Der von Moskau eingesetzte Gouverneur Wladimir Saldo teilte mit, dass eine ukrainische Drohne ein Mehrfamilienhaus in der Schwarzmeerstadt Genitschesk getroffen habe. Ein 2020 geborener Junge kam ums Leben, fünf weitere Menschen wurden verletzt.
Selenskyj wirbt für Friedensgespräche
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich in einem US-Fernsehinterview für Friedensgespräche mit Russland noch vor dem Winter ausgesprochen. In der Sendung „Face the Nation“ auf CBS warb er um Unterstützung des US-Publikums und verwies auf eine verbesserte strategische Lage der Ukraine. „Es fing im Dezember 2025 an, Russland begann, die Initiative auf dem Schlachtfeld zu verlieren“, sagte Selenskyj. „Wir haben also jetzt diese Zeitspanne vor dem Winter ... vor dem Winter müssen wir einen Weg finden, einen diplomatischen Weg, uns zusammenzusetzen und zu sprechen.“
Russland greift die Ukraine seit 2022 nahezu täglich mit Drohnen und Raketen an. Moskau hält weite Teile des Südens und Ostens des Nachbarlandes besetzt. Die Ukraine verteidigt sich weiterhin gegen die Invasion.



