Epsteins Notizen: Trump als Betrüger und Selbstmordgedanken
Epsteins Notizen: Trump als Betrüger

Kurz vor seinem Tod im Gefängnis verfasste der Sexualstraftäter Jeffrey Epstein handschriftliche Notizen. Die „New York Times“ veröffentlichte nun Auszüge, die Einblicke in seine Gedankenwelt geben. Epstein schrieb über Prozessstrategien, mögliche Druckmittel gegen einflussreiche Personen und seine Verzweiflung hinter Gittern.

Epsteins Aufzeichnungen: Zwischen Strategie und Verwirrung

Die handschriftlichen Notizen zeigen laut der Zeitung eine Mischung aus kalkulierten Überlegungen und wirren Kritzeleien. Epstein habe überlegt, welche Informationen er über mächtige Menschen besitze, um sie als Druckmittel einzusetzen. Andere Seiten enthielten Runen und unverständliche Zeichnungen. Deutlich seien zudem Anzeichen für Selbstmordgedanken gewesen. Er klagte über Schlafmangel, Luftnot und Geschrei im Gefängnis und fühlte sich gedemütigt, als man ihm empfahl, Windeln zu benutzen statt die Toilette.

Trump als „absoluten Betrüger“ bezeichnet

In einer Notiz bezeichnete Epstein Donald Trump als „absoluten Betrüger“ und „Blender“. Er schrieb, Trumps Finanzchef wisse alles, und die Öffentlichkeit solle sich Trumps Studienzeugnisse ansehen. Die „New York Times“ spekuliert nicht, was genau Epstein damit meinte.

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Opferrolle und Abschiedsbrief

Epstein stellte sich als Opfer der MeToo-Bewegung dar und behauptete, die ihm vorgeworfenen Verbrechen lägen lange zurück. In einem mutmaßlichen Abschiedsbrief verwendete er eine Zeile aus der Serie „Die kleinen Strolche“: „Was soll ich tun? Einfach losheulen!“ und beendete ihn mit „Alles Gute!“.

Epstein hatte zahlreiche Kinder und Frauen missbraucht. 2008 bekannte er sich schuldig zur Anwerbung von Minderjährigen für Prostitution, verbüßte 13 Monate und wurde auf Bewährung entlassen. Im Juli 2019 wurde er wegen Menschenhandels verhaftet und einen Monat später tot in seiner Zelle aufgefunden. Die „New York Times“ beantragte die Freigabe des Abschiedsbriefs bei einem Bundesrichter und erhielt zudem eine Sammlung unveröffentlichter Notizen.

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