Neue Kategorie für getötete US-Soldaten
Das Pentagon hat die Todesfälle von vier US-Soldaten, die bei iranischen Angriffen ums Leben kamen, einer neuen Kategorie mit der Bezeichnung 'Overseas Operations' zugeordnet. Damit werden diese Todesfälle nicht mehr zur offiziellen Statistik der 'Operation Epic Fury' gezählt, dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran. Dieses Vorgehen hat heftige Kritik ausgelöst.
Der republikanische Abgeordnete Thomas Massie kritisierte den Vorgang auf X ironisch: 'Lassen Sie mich diese absurde Täuschung erklären: Das Pentagon tut so, als hätte es zwei Iran-Kriege gegeben, die durch einen kurzen Waffenstillstand voneinander getrennt waren.'
Opferzahlen im Detail
Am Wochenende hatte das Pentagon bekannt gegeben, dass im Krieg mit dem Iran mindestens 624 US-Soldaten verletzt wurden – eine Zahl, die laut der Militärpublikation 'Task & Purpose' am vergangenen Freitag noch bei 420 lag. Die neuen Zahlen wurden im Rahmen einer umfassenden Überarbeitung des offiziellen Systems zur Erfassung von Kriegsopfern veröffentlicht, das den Konflikt mit dem Iran erstmals in zwei Zeiträume unterteilt.
Laut dem Bericht wurden die meisten Verluste im Juli aus den Angaben der 'Operation Epic Fury' entfernt und der neuen Kategorie 'Overseas Operations' zugeordnet. Die Zählweise für die 18 im Konflikt mit dem Iran getöteten Soldaten wurde ebenfalls geändert: Vier von ihnen wurden in die Kategorie 'Overseas Operations' verschoben, darunter drei Soldaten, die am 17. Juli bei einem iranischen Angriff in Jordanien ums Leben kamen, sowie ein weiterer, der bei der kontrollierten Sprengung einer abgeschossenen iranischen Drohne im Irak getötet wurde.
Auf einer offiziellen Webseite listet das Pentagon die beiden Kategorien nun separat auf: 'Operation Epic Fury' mit insgesamt 14 Toten und 412 Verletzten sowie 'Overseas Operations' mit vier Toten und 207 Verletzten.
Kritik an der neuen Zählweise
Die neue Zählung der Opfer beginne am 7. Juli, hieß es. Die Trump-Regierung argumentierte, dass die 'Operation Epic Fury' an diesem Tag mit der Verkündung des kurzlebigen Waffenstillstands endete. Die Kampfhandlungen vor und nach dem 7. Juli verliefen jedoch weitgehend ähnlich, schrieb 'Task & Purpose', wobei US-Bombardements und iranische Raketen- und Drohnenangriffe sich gegenseitig abwechselten.
US-Präsident Trump selbst hatte in den sozialen Medien gepostet, dass im 'militärischen Konflikt mit dem Iran' 18 amerikanische Soldaten getötet wurden, darunter auch die vier, die nach dem 7. Juli ums Leben kamen. Kritiker werfen dem Pentagon vor, durch die Neukategorisierung die tatsächlichen Opferzahlen des Iran-Kriegs zu verschleiern.



