Trump-Firma plant Premiumzugang zu Truth-Social-Beiträgen
Trump-Firma plant Premiumzugang zu Truth-Social

Trump-Firma plant Premiumzugang zu Truth-Social-Beiträgen

Das Medienunternehmen von US-Präsident Donald Trump plant einen kostenpflichtigen Hochgeschwindigkeitszugang zu Beiträgen auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, soll der neue Dienst Wall-Street-Handelsfirmen und anderen Institutionen ermöglichen, Beiträge einige Millisekunden früher zu erhalten. Darunter könnten auch Trumps eigene Beiträge mit Auswirkungen auf die nationale Sicherheit oder die Finanzmärkte fallen. Kunden könnten dadurch von anschließenden Kursbewegungen bei Aktien, Anleihen und Zinssätzen profitieren.

„Er verkauft beschleunigten, privilegierten Zugang zu Informationen darüber, was er als Präsident tut“, sagte Kathleen Clark, Professorin an der Washington University School of Law und Expertin für Regeln zu Interessenkonflikten in der Regierung. „Das ist eine weitere dreiste Form der Korruption - eine unangemessene Ausnutzung staatlicher Macht, um sich selbst zu bereichern.“

Nationalgarde soll bis Ende von Trumps Amtszeit in Washington bleiben

Der Einsatz der Nationalgarde in der US-Hauptstadt Washington soll bis zum Ende der Amtszeit von Präsident Donald Trump fortgesetzt werden. Der von Trump angeordnete Einsatz wird damit um mehr als zwei Jahre verlängert, wie das Pentagon am Donnerstag (Ortszeit) per E-Mail bestätigte. In der Mitteilung heißt es, die sogenannte „D.C. Safe and Beautiful Mission“ werde bis zum 20. Januar 2029 fortgesetzt - „oder bis sie vom Präsidenten beendet wird“.

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Der Einsatz ist umstritten. Im August 2025 hatte Trump per Notstandsverordnung die Entsendung von 2.500 Soldaten angeordnet und dies mit einer aus seiner Sicht außer Kontrolle geratenen Kriminalität begründet. Die Regierung erklärt, die Gewalt in Washington sei seither deutlich zurückgegangen. Lokale Behörden hingegen argumentieren, die Kriminalitätsrate sei bereits vor Trumps Anordnung rückläufig gewesen.

Weißes Haus: Fahrzeugkontrollen durch ICE-Beamte gehen weiter

Die US-Einwanderungsbehörde ICE hält nach drei Todesfällen bei ihren Einsätzen innerhalb einer Woche an umstrittenen Fahrzeugkontrollen fest. Alle Büros im ganzen Land seien vom Heimatschutzministerium informiert worden, dass die Kontrollen weitergehen, sagte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, am Donnerstag. Solche Kontrollen seien „ein notwendiges Instrument“, das die ICE-Beamten benötigten, um „ihre Abschiebungskampagne gegen die Schlimmsten der Schlimmsten“ fortzusetzen, sagte Leavitt.

ICE hatte nach den tödlichen Zwischenfällen eigentlich vorgehabt, die meisten der Fahrzeugkontrollen zu beenden. US-Präsident Donald Trump schrieb aber am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social, dass ICE-Beamte weiterhin Fahrzeuge anhalten sollten.

Mitarbeiter des Weißen Hauses wettete auf Trump-Reden

Der Mitarbeiter des Weißen Hauses, der den Teleprompter von Donald Trump bedient, steht im Verdacht, mit Wetten auf Worte in Reden des US-Präsidenten Geld auf einer Vorhersage-Plattform verdient zu haben. Er sei zunächst ohne Bezahlung beurlaubt worden, sagte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt bei einer Pressekonferenz. Trump sei unterrichtet worden und denke, es sei „zutiefst bedauerlich und ehrlich gesagt eine Schande“.

Auf Plattformen wie Kalshi und Polymarket kann man darauf wetten, ob ein Ereignis eintritt. Kalshi lässt die Nutzer unter anderem Geschäfte auf die Wahrscheinlichkeit abschließen, dass bei einem Event bestimmte Worte oder Sätze fallen oder ein Thema angesprochen wird. Der Teleprompter-Bediener habe davon bei Trumps Rede zur Lage der Nation im Februar sowie bei anderen Auftritten des Präsidenten Gebrauch gemacht, berichtete der Fernsehsender ABC.

Geplanter Anschlag an Trumps Geburtstag: Angeklagte beteuern Unschuld

Zwei Männer, die an einem geplanten Angriff auf die Kampfsportveranstaltung an Donald Trumps Geburtstag am Weißen Haus beteiligt gewesen sein sollen, haben vor einem US-Bundesgericht ihre Unschuld beteuert. Den beiden Beschuldigten im Alter von 19 und 21 Jahren sowie sechs weiteren Angeklagten wird Verschwörung zur Unterstützung von Terroristen sowie zum Mord auf dem Gelände der Regierung und zum Mord an einem Regierungsvertreter zur Last gelegt.

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Die Staatsanwaltschaft beschuldigt die Gruppe, geplant zu haben, die Veranstaltung im Juni anlässlich des 80. Geburtstags des US-Präsidenten mit Drohnen und Scharfschützen anzugreifen. Die Gruppe soll Geld, Schusswaffen, Munition, Schutzwesten, Sprengstoff, Drohnen, medizinische Ausrüstung, Kommunikationsgeräte und weitere Ausrüstungsgegenstände zusammengetragen haben.

US-Abgeordnete drängen Regierung zu Kaufverbot für chinesische Speicherchips

Der Vorsitzende des China-Ausschusses im US-Repräsentantenhaus, John Moolenaar (Republikaner), hat die Trump-Regierung aufgefordert, US-Unternehmen den Kauf von Speicherchips der chinesischen Unternehmen CXMT und YMTC zu untersagen. Das berichtet die „Financial Times“ (FT) und bezieht sich auf einen gemeinsamen Brief von Moolenaar und dem demokratischen Abgeordneten George Whitesides an US-Handelsminister Howard Lutnick. Die Parlamentarier schreiben, eine Abhängigkeit von chinesischen Chips sei „ein inakzeptables Risiko für die nationale, wirtschaftliche und versorgungsseitige Sicherheit der USA“.

Hintergrund der Aufforderung seien Berichte, nach denen unter anderem Apple versuche, bei CXMT einzukaufen. Die Abgeordneten betonen insbesondere die engen Beziehungen der chinesischen Armee zu den Chipkonzernen. „Jeder Speicherchip-Kauf durch ein US-Unternehmen subventioniert direkt die Weiterentwicklung dieser kritischen Technologie durch die Volksbefreiungsarmee“, schreiben die Abgeordneten der FT zufolge in dem Brief.

Zudem bitten die Parlamentarier die US-Regierung, mit Japan, Südkorea und der EU eine koordinierte Strategie zu entwickeln. Diese solle verhindern, dass CXMT und YMTC die globale Speicherchip-Knappheit nutzen, um in die Lieferketten der Verbündeten vorzudringen.

Xi und China Umfrage zufolge weltweit beliebter als Trump und USA

Chinas Staatschef Xi Jinping ist beliebter als US-Präsident Donald Trump, wie aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center hervorgeht. Zum ersten Mal in etwa 20 Jahren, die Pew globale Meinungsbilder erhebt, schneidet auch Volksrepublik China selbst besser ab als die Vereinigten Staaten von Amerika. Für die Erhebung befragte das Institut zwischen Februar und Mai mehr als 42.000 Menschen in 36 Ländern und Gebieten. Der Befragungszeitraum fiel dadurch mit dem Beginn des Irankrieges zusammen.

Von den 36 befragten Ländern und Gebieten wurde in 25 China positiver bewertet als die USA. Nur in 6 Ländern hatten die Befragten den Umfrageergebnissen zufolge weiterhin ein positiveres Bild von den USA als von China. In 22 der erfassten Länder und Gebiete erschien den Befragten Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in einem positiveren Licht als US-Präsident Donald Trump.

US-Regierung ändert Sklaverei-Ausstellung am Haus George Washingtons

Die US-Regierung hat an einem früheren Wohnhaus des ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten, George Washington, eine Ausstellung über Sklaverei durch eine neue Version ersetzt. Die neue Ausstellung wurde in dem Bereich installiert, in dem der Kongress am 4. Juli 1776 in Philadelphia die Unabhängigkeitserklärung verabschiedete, mit der sich 13 englische Kolonien von Großbritannien lossagten. Kritiker werfen der Regierung von Präsident Donald Trump vor, mit den neuen Informationstafeln die Geschichte des Landes zu beschönigen.

Die ursprünglichen Infotafeln waren im Jahr 2010 angebracht worden. Sie erzählten die Geschichte von neun versklavten Menschen im Haushalt von George und Martha Washington in den 1790er Jahren, als Philadelphia für kurze Zeit die Hauptstadt des Landes war.

Trump drängt Rüstungsindustrie zu schnellerer Waffenproduktion

US-Präsident Donald Trump hat führende Rüstungsmanager am Mittwoch aufgefordert, die Waffenproduktion zu beschleunigen und die Fertigungskapazitäten zu erweitern. Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten belasteten die US-Bestände und zeigten Engpässe in der industriellen Basis des Landes auf. „Wir haben die beste Qualität der Welt, aber wir brauchen etwas mehr Geschwindigkeit“, sagte Trump auf einem Verteidigungs- und Innovationsgipfel des Senators von Pennsylvania, Dave McCormick.

Der Auftritt Trumps unterstreicht den verstärkten Fokus seiner Regierung auf die Rüstungsproduktion. Anhaltende Konflikte haben große Mengen an Raketen und anderen Waffen verbraucht und damit die Grenzen der militärischen Lieferketten und Produktionskapazitäten der USA aufgezeigt. Auf der Veranstaltung am U.S. Army War College in Pennsylvania kamen hochrangige Militärs, Rüstungsunternehmen und Investoren zusammen, um eine Stärkung der industriellen Basis zu erörtern. McCormick kündigte Investitionen und Partnerschaften an, darunter ein Schiffbauabkommen im Wert von 2,5 Milliarden Dollar zwischen Rhoads Industries und General Dynamics sowie Schiffsbestellungen im Wert von 1,5 Milliarden Dollar bei Hanwha.

Hegseth will Soldaten auf Testosteronmangel untersuchen lassen

Das US-Verteidigungsministerium will ein Programm zur Überprüfung des Testosteronspiegels bei Soldaten starten. Dies sei notwendig, damit die Truppen „ihr absolutes Bestes leisten“ könnten, erklärte Verteidigungsminister Pete Hegseth am Mittwoch (Ortszeit). Die Untersuchungen sollen künftig jährlich im Rahmen der vorgeschriebenen Gesundheitschecks für Soldaten ab 30 Jahren stattfinden. Jüngere Militärangehörige können sich freiwillig testen lassen.

In einem in den sozialen Medien veröffentlichten Video erklärte Hegseth zudem, eine Testosteronersatztherapie sei freiwillig. Zwar spricht er allgemein von Soldaten, offenbar richtet sich das Programm jedoch ausschließlich an männliche Militärangehörige mit möglichen Hormonstörungen.

Nominierter US-Geheimdienstchef Clayton bestreitet Bidens Präsidentschaft

Der nominierte US-Geheimdienstchef Jay Clayton hat bei einer Anhörung des Geheimdienstausschusses im Senat mit widersprüchlichen Aussagen und zögerlichen Positionierungen bei den Demokraten für Kritik gesorgt. „Wir haben unzählige verschiedene Wege versucht, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, einfach anzuerkennen, dass Joe Biden der Präsident war“, bedauerte der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Mark Warner. Clayton hatte zunächst auf mehrfache Nachfrage vehement abgelehnt, Biden klar als Sieger der Präsidentschaftswahl 2020 zu benennen.

US-Präsident Donald Trump gesteht seine Niederlage gegen den Demokraten Joe Biden bis heute nicht ein. Er und viele seiner Verbündeten haben immer wieder das Narrativ bedient, dass es Betrug bei der Wahl gegeben habe. Dabei ist das längst und vielfach widerlegt. „Sie sind nicht ehrlich oder offen“, warf der demokratische Senator von Georgia, Jon Ossoff, Clayton nun vor. Clayton antwortete darauf: „Ich werde mich nicht auf dieses Theater einlassen.“ Erst kurz vor Ende der Anhörung erkannte Clayton Biden als rechtmäßigen Ex-Präsidenten der USA an.

Bericht über Misshandlungen in ICE-Haftlager für Migranten

Dutzende mutmaßliche Opfer haben von Gewalt durch Wachpersonal in einem Haftlager der US-Migrationsbehörde ICE berichtet. In einem gemeinsamen Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch und der US-Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, schildern Migranten, die im Camp East Montana auf dem US-Militärstützpunkt Fort Bliss im texanischen El Paso festgehalten wurden, sie seien entweder selbst von Wachpersonal geschlagen worden oder hätten gesehen, wie dies anderen passiert sei.

Der 84-seitige Bericht basiert auf den Aussagen von 71 Gefangenen, die über einen Zeitraum von fünf Monaten kontaktiert wurden. Frauen und Männer schilderten dem Bericht zufolge, ihnen sei grundlegende medizinische Versorgung vorenthalten worden, sie hätten unter unhygienischen Bedingungen leben müssen und hätten ungenießbare Nahrung erhalten. Einige der Befragten berichteten auch, sie seien daran gehindert worden, ihre Anwälte oder Angehörigen zu kontaktieren. Etwa 90 Prozent der Befragten sagten, sie seien entweder selbst körperlich misshandelt worden oder seien Zeugen solcher Misshandlungen geworden. Das Heimatschutzministerium, dem die Behörde ICE angehört, reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Trump stellt sich nach tödlichen Einsätzen vor ICE-Behörde

US-Präsident Donald Trump hat der Einwanderungsbehörde ICE nach weiteren tödlichen Einsätzen sein volles Vertrauen ausgesprochen. ICE mache einen großartigen Job, der erledigt werden müsse, schrieb der Republikaner am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social. Die Kriminalität in den USA sei stark rückläufig, „in vielen Fällen mit Zahlen, die man seit Jahrzehnten nicht gesehen hat“, behauptete er.

Die Politik offener Grenzen unter seinem Vorgänger Joe Biden, den er mit seinem Schmähbegriff „Sleepy Joe“ (schläfriger Joe) bedachte, habe dafür gesorgt, dass 25 Millionen Menschen ohne jede Kontrolle ins Land gelangt seien. Viele von ihnen seien Verbrecher, die es loszuwerden gelte. „Dafür müssen wir stark, hart und klug sein“, erklärte Trump. Auf keinen Fall dürfe man eines der wichtigsten Werkzeuge der ICE in der Verbrechensbekämpfung aufgeben: „DIE VERKEHRSKONTROLLE“, wie Trump in Versalien schrieb. Ansonsten spiele man Kriminellen in die Hände.

Die „radikale Linke“ bei den Demokraten, für die er einen verunglimpfenden Begriff nutzte, wolle das. Aber unter seiner Aufsicht werde das nicht passieren. Die ICE forderte er auf, ihren „sehr wichtigen Job“ weiter zu erledigen. Die Behörde werde in den USA „geliebt und respektiert“.

US-Repräsentantenhaus stimmt für Beibehaltung der Sommerzeit

Das US-Repräsentantenhaus hat mehrheitlich für die dauerhafte Beibehaltung der Sommer- und die Abschaffung der Winterzeit gestimmt. 308 Abgeordnete waren am Dienstag dafür, 117 dagegen. Damit der Entwurf für das Gesetz mit dem Namen „Sunshine Protection Act“ in Kraft treten kann, müsste der Senat ebenfalls dafür stimmen.

Die Trump-Regierung befürwortet die Beibehaltung der Sommerzeit, die bislang zwischen Frühling und Herbst gilt. In den meisten Teilen der USA wird dabei die Uhrzeit um eine Stunde später eingestellt. Befürworter der Sommerzeit argumentieren, der dauerhafte Wechsel sorge für mehr Tageslicht in den Zeiten, in denen die Amerikanerinnen und Amerikaner am aktivsten seien. Gegner sagen, die dauerhafte Umstellung führe zu potenziell gefährlicheren Wintermorgen, wenn Kinder bei Dunkelheit zur Schule müssen und Arbeitnehmer mit dem Auto zur Arbeit fahren.

Der republikanische Abgeordnete Gus Bilirakis aus Florida sagte, die Uhren zweimal im Jahr umzustellen, sorge für unnötige Störungen. Der demokratische Abgeordnete Jim McGovern sagte, er unterstütze zwar den Gesetzentwurf, doch frage er sich, ob eine Beschäftigung damit für den Kongress ein sinnvoller Zeitvertreib sei. Er verwies auf hohe Mieten, Lebensmittel- und Stromkosten.

US-Senatoren stellen Gesetz für neue Russland-Sanktionen vor

Mehrere Senatoren der beiden großen Parteien in den USA haben einen überarbeiteten Gesetzentwurf für neue Sanktionen gegen Russland vorgestellt – ein zentrales Anliegen des kürzlich gestorbenen republikanischen Senators Lindsey Graham. Die von Republikanern und Demokraten gestützte Initiative sehe Zölle in Höhe von bis zu 100 Prozent vor, die sich gegen die größten Abnehmer von russischem Öl und Gas richten sollten, sagte der demokratische Senator Richard Blumenthal bei einer Pressekonferenz. Namentlich erwähnte er dabei unter anderem China und Indien.

Ausnahmen soll es demnach für Länder geben, die weniger als 15 Prozent des Erdgases aus Russland importieren und „bedeutende Maßnahmen“ ergreifen, um diese Käufe zu reduzieren. „Unsere europäischen Verbündeten sind hier also nicht betroffen“, hob Blumenthal hervor. Er betonte zudem, dass die Initiative zwar mitunter als „Zollgesetz“ bezeichnet worden sei, der Entwurf jedoch umfassende Sanktionen gegen weite Teile der russischen Wirtschaft vorsehe, darunter gegen die Energiebranche, den Finanzsektor und die Rüstungsindustrie sowie gegen Oligarchen, Geschäftsleute und Russlands Präsidenten Wladimir Putin selbst. Eine schnelle Verabschiedung im US-Kongress sei nicht nur wichtig, weil es eine Würdigung Grahams sei, sondern auch bedeutend für die Ukraine, sagte Blumenthal.

Mexiko schaltet UN nach Todesfällen in ICE-Gewahrsam ein

Mexiko hat wegen der Todesfälle eigener Staatsbürger im Zusammenhang mit der US-Einwanderungsbehörde ICE den UN-Hochkommissar für Menschenrechte eingeschaltet. Außenminister Roberto Velasco bat UN-Hochkommissar Volker Türk in einem Schreiben, die Todesfälle prüfen zu lassen und Informationen von den US-Behörden einzuholen, wie das mexikanische Außenministerium mitteilte. Das Büro des Hochkommissars solle zudem prüfen, ob die Vorfälle mit den internationalen Menschenrechtsverpflichtungen der USA vereinbar seien, Empfehlungen aussprechen und den Fall gegebenenfalls an die zuständigen Sonderverfahren des UN-Menschenrechtsrats weiterleiten.

Präsidentin Claudia Sheinbaum hatte in der vergangenen Woche angekündigt, nach den Todesfällen mexikanischer Staatsbürger im Zusammenhang mit ICE nicht mehr nur diplomatisch, sondern auch juristisch gegen die Verantwortlichen vorzugehen. Nach Angaben der Regierung starben bislang drei Mexikaner bei Einsätzen der Einwanderungsbehörde und 14 weitere in Abschiebehaft.

US-Medien: ICE stellt Großteil der Fahrzeugkontrollen ein

Nachdem innerhalb weniger Tage zwei Einwanderer bei ICE-Einsätzen getötet wurden, nimmt die US-Migrationsbehörde Medienberichten zufolge Änderungen an ihrer Vorgehensweise vor. Ein Großteil der nicht dringend erforderlichen Fahrzeugkontrollen bei Einsätzen werde zumindest vorerst eingestellt, berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf informierte Quellen. „Wir überprüfen ständig unser Vorgehen, um unsere Beamten sicher und Kriminelle von den Straßen weg zu halten“, hieß es auf Anfrage von einem ICE-Sprecher. „Wir werden unsere Strafverfolgungstaktiken nicht preisgeben oder diskutieren.“

Trump zahlt nach Gerichtsurteil 5,6 Millionen Dollar an Autorin Carroll

US-Präsident Donald Trump hat nach einem verlorenen Zivilprozess wegen sexueller Nötigung und Verleumdung knapp 5,6 Millionen Dollar an die Autorin E. Jean Carroll gezahlt. Das Geld sei am Montag an Carrolls Anwaltskanzlei überwiesen worden, wie am Dienstag aus Gerichtsakten hervorging. Die Summe setzt sich aus der ursprünglichen Schadenersatzsumme von fünf Millionen Dollar aus dem Jahr 2023 und Zinsen zusammen. Der Oberste Gerichtshof hatte im vergangenen Monat einen Einspruch Trumps gegen das Urteil abgewiesen. Es ist das erste Mal, dass Trump in diesem Fall zu einer Zahlung gezwungen wurde. Er weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet das Vorgehen gegen ihn als politisch motivierte Hexenjagd.

Trumps Anwälte erklärten am Dienstag, die US-Bevölkerung stehe hinter dem Präsidenten und fordere ein sofortiges Ende dieser Verfahren. Insgesamt wurden Carroll in den vergangenen Jahren 88,3 Millionen Dollar an Schadenersatz zugesprochen. In einem weiteren Prozess im Jahr 2024 verpflichtete eine andere Jury Trump zur Zahlung von 83,3 Millionen Dollar, wogegen er voraussichtlich ebenfalls den Supreme Court anrufen wird.

Richterin kippt Trumps umstrittenen Steuervergleich mit Finanzamt

Eine US-Bundesrichterin hat den umstrittenen Vergleich zwischen Präsident Donald Trump und der US-Steuerbehörde IRS gekippt. Die Vereinbarung hatte Trump und seinen Unternehmen weitreichenden Schutz vor Steuerprüfungen zugesichert und sah ursprünglich einen 1,8 Milliarden Dollar schweren staatlichen Fonds für angebliche Opfer einer politischen Instrumentalisierung der Justiz vor. Richterin Kathleen Williams aus Miami begründete ihre Entscheidung am Montag damit, dass Trump und die ihm unterstellte Behörde in dem Zivilverfahren keine echten Prozessgegner gewesen seien. Vielmehr habe der Vergleich lediglich dazu gedient, dem Präsidenten und seinem Umfeld Immunität zu verschaffen und Steuergelder für gesetzlich nicht definierte Ansprüche zu reservieren.

USA verhängen Einreisesperre für eigene Bürger aus DR Kongo

Die US-Regierung blockiert wegen der Ausbreitung von Ebola die direkte Einreise eigener Staatsbürger aus der Demokratischen Republik Kongo. Wie ein Vertreter des Weißen Hauses am Montag mitteilte, werden US-Bürger, die sich im Kongo aufhalten oder diesen kürzlich verlassen haben, auf eine Flugverbotsliste gesetzt. Sie dürfen erst dann in die USA reisen, nachdem sie eine Wartezeit von 21 Tagen in einem Drittland verbracht haben. Die Maßnahme betrifft unmittelbar rund zwei Dutzend Amerikaner, die am Dienstag in die USA fliegen wollten. Das US-Außenministerium sicherte den Betroffenen Unterstützung während der Wartezeit zu.

Schwester von Lindsey Graham soll dessen Senatssitz übernehmen

Nach dem Tod von US-Senator Lindsey Graham ist dessen Schwester zu seiner vorübergehenden Nachfolgerin ernannt worden. Der Gouverneur von South Carolina, Henry McMaster, teilte am Montag in einer Pressekonferenz mit, Darline Graham Nordone werde den Senatssitz ihres Bruders für die verbleibenden Monate der Amtszeit übernehmen. Die Amtszeit endet im Januar. Aus Kreisen des Senats verlautete, Nordone werde am Mittwoch vereidigt. Sie wird die erste Frau sein, die den Bundesstaat im US-Senat vertritt. Nordone zeigte sich geehrt. „Lindsey war immer für mich da. Und jetzt werde ich für ihn da sein“, sagte sie. Ihr Bruder, ein enger Verbündeter von US-Präsident Donald Trump, war am Samstag im Alter von 71 Jahren unerwartet gestorben. Laut dem vorläufigen Bericht der Gerichtsmedizin war die Todesursache ein Riss in der Aorta.

USA gehen gegen Internationalen Strafgerichtshof vor

Die US-Regierung will den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) mit einer diplomatischen und wirtschaftlichen Kampagne schwächen. Ziel sei es, eine aus Sicht der USA vom Gericht ausgehende Bedrohung für die eigene Souveränität abzuwenden, erklärte US-Außenminister Marco Rubio am Montag. Das Außenministerium in Washington teilte mit, es würden keine diplomatischen Optionen ausgeschlossen, um US-Bürger vor dem Gericht zu schützen. Einem Insider im Ministerium zufolge prüft die Regierung unter anderem Einreiseverbote, den Entzug von Visa sowie schärfere Sanktionen gegen das Gericht und nahestehende Organisationen. Der Internationale Strafgerichtshof lehnte eine Stellungnahme zu den Plänen ab.

USA erheben neue Sanktionen gegen kubanische Einrichtungen und Organisationen

Die USA haben ihre Sanktionen gegen staatliche Einrichtungen Kubas ausgeweitet. Neu gelistet wurden unter anderem das Tourismusministerium, eine staatliche Außenhandelsgesellschaft, eine Hafen- und Schifffahrts-Holding sowie mehrere weitere staatliche Einrichtungen und Organisationen, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Mit der Aufnahme in die Sanktionsliste dürfen US-Bürger und -Unternehmen grundsätzlich keine Geschäfte mehr mit den betroffenen Organisationen tätigen. Vermögenswerte in den USA werden eingefroren. Neben Wirtschaftsakteuren setzte Washington auch zwei regierungsnahe Organisationen auf die Sanktionsliste. Die Rapid Response Brigades sind regierungsnahe Gruppen, die nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wiederholt gegen regierungskritische Demonstranten eingesetzt wurden. Die Milicias de Tropas Territoriales sind freiwillige Territorialmilizen zur Unterstützung der kubanischen Streitkräfte.

Trump investiert Kryptogewinne offenbar meistens in Aktien und Anleihen

US-Präsident Donald Trump hat Einnahmen aus den Kryptoprojekten seiner Familie offenbar in großem Umfang in klassische Aktien und Anleihen investiert. Dies geht aus einer Analyse seiner Finanzberichte der letzten zwei Jahre durch die Nachrichtenagentur Reuters hervor. Während Kleinanleger bei den von Trump und seinen beiden ältesten Söhnen beworbenen Krypto-Projekten teils hohe Verluste erlitten, nutzte Trump demnach Kryptoeinnahmen, um sie in traditionellere Anlagen zu investieren. Der Reuters-Analyse zufolge hat sich Trumps Portfolio aus Aktien und Anleihen im Jahr 2025 in etwa vervierfacht. Den am Montag veröffentlichten Offenlegungen zufolge stieg der Wert dieser Anlagen auf 703 Millionen bis 2,6 Milliarden Dollar Ende 2025 von 225 Millionen bis 608 Millionen Dollar Ende 2024.