Waldbrände in Washington: Hunderte Häuser zerstört
Waldbrände in Washington: Hunderte Häuser zerstört

Im US-Bundesstaat Washington haben drei verheerende Waldbrände mehr als 600 Gebäude zerstört und Tausende Menschen in die Flucht getrieben. Die Bürgermeisterin der Stadt Spokane, Lisa Brown, spricht von der „schlimmsten Naturkatastrophe, die unsere Region je erlebt hat“. Verletzte oder Tote wurden bislang nicht gemeldet, doch Gouverneur Bob Ferguson warnte, dass sich das angesichts des Ausmaßes noch ändern könnte.

Die Feuer rund um Spokane

Seit Tagen wüten die Brände in der Umgebung von Spokane, einer Stadt im Osten des Bundesstaates nahe der kanadischen Grenze. Die Ursache der drei großen Feuer ist nach wie vor ungeklärt. Begünstigt durch anhaltende Dürre, hohe Temperaturen und starke Winde haben sich die Flammen rasant ausgebreitet. Nach Daten der gemeinnützigen Warn- und Karten-App Watch Duty ist bereits eine Fläche von mehr als 32 Quadratkilometern betroffen.

Spokane zählt laut US-Zensus im Jahr 2025 knapp 231.000 Einwohner. Für Tausende Menschen in der Stadt und im Umland gelten Evakuierungsanordnungen. Viele Bewohnerinnen und Bewohner mussten ihre Häuser verlassen und in Sicherheit bringen.

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Hunderte Gebäude zerstört

Die drei Brände haben mehr als 600 Häuser und andere Gebäude zerstört. Bürgermeisterin Lisa Brown zeigte sich auf einer Pressekonferenz tief betroffen: „Es ist die schlimmste Naturkatastrophe, die unsere Region je erlebt hat.“ Sie sprach von einer Katastrophe, die weitreichende Folgen für die gesamte Region haben werde.

Bei den zerstörten Gebäuden handelt es sich überwiegend um Wohnhäuser. Die genaue Zahl der betroffenen Menschen ist noch unklar. Die Behörden gehen davon aus, dass die Schäden weiter steigen könnten, solange die Feuer nicht eingedämmt sind.

Einsatzkräfte im Großeinsatz

Mehr als 900 Einsatzkräfte waren nach Angaben der Behörden am Sonntag damit beschäftigt, die Brände einzudämmen. Unterstützt werden sie von der Nationalgarde, die Gouverneur Bob Ferguson bereits am Freitag mobilisiert hatte. Rund 100 Soldatinnen und Soldaten sind im Einsatz, um die Feuerwehr zu unterstützen.

Am Samstag rief Ferguson wegen der Dürrebedingungen, der hohen Temperaturen und der starken Winde den Waldbrand-Notstand für den gesamten Bundesstaat Washington aus. Damit können zusätzliche Mittel und Personal angefordert werden, um gegen die Flammen vorzugehen.

Außergewöhnliche Waldbrandsaison

Die aktuellen Feuer sind Teil einer außergewöhnlichen Waldbrandsaison in Washington. Nach offiziellen Angaben sind derzeit mindestens 15 größere Waldbrände im Bundesstaat aktiv. Sie vernichten eine Fläche von mehr als 1000 Quadratkilometern. Die Behörden sprechen von einer der schwierigsten Lagen seit Jahren.

Die anhaltende Trockenheit hat die Vegetation extrem ausgetrocknet, starke Winde treiben die Feuer weiter an. Die Einsatzkräfte arbeiten unter Hochdruck daran, die Brandherde zu kontrollieren und ein Übergreifen auf weitere Siedlungen zu verhindern.

Waldbrandsituation in Europa

Während im Nordwesten der USA Tausende Menschen um ihr Zuhause bangen, wüten auch in Südeuropa verheerende Waldbrände. In Griechenland sind Wald- und Buschbrände westlich der Hauptstadt Athen weiterhin nicht unter Kontrolle. In Spanien hat sich die Lage dagegen entspannt: Die Brände in den Regionen Madrid, Ávila und Toledo, die im Juli Zehntausende Menschen zur Flucht gezwungen hatten, gelten inzwischen als weitgehend eingedämmt. Die meisten Evakuierungsbefehle und Ausgangsbeschränkungen wurden aufgehoben.

Die Ereignisse in Washington und Europa zeigen, wie schnell Waldbrände außer Kontrolle geraten können und wie wichtig ein koordinierter Katastrophenschutz ist.

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