BASF-Chef warnt vor neuem Ölpreisschock durch Iran-Krieg
BASF-Chef: Ölpreisschock droht bei Blockade der Hormusstraße

BASF-Chef warnt vor neuem Ölpreisschock

Der Vorstandsvorsitzende der BASF, Markus Kamieth, hat eindringlich vor einem weiteren Ölpreisschock gewarnt, der durch den anhaltenden Konflikt im Iran ausgelöst werden könnte. „Bei Öl kommen wir jetzt langsam an den Punkt, wo die Reserven jetzt auch langsam mal verbraucht sind“, erklärte Kamieth im Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW). Sollte die strategisch bedeutsame Straße von Hormus nicht bald wieder für den Schiffsverkehr freigegeben werden, drohe in der zweiten Jahreshälfte „nochmal ein Preisschock auch bei Öl und bei raffinierten Produkten“.

Die Blockade der Meerenge habe weitreichende Folgen: Während die Welt beim Gas lediglich drei Prozent des Angebots verliere, seien es beim Rohöl rund 20 Prozent. Noch gravierender sei die Situation bei raffinierten Erzeugnissen wie Treibstoffen und chemischen Produkten, da im Nahen Osten zahlreiche Raffinerien ansässig seien. Hier könne der Anteil auf bis zu 40 Prozent steigen, so Kamieth.

Bezüglich der Gasversorgung zeigte sich der BASF-Chef hingegen gelassen. Der Gaspreis steige zwar aufgrund von Spekulationen, „aber das ist nicht meine größte Sorge“. Ein Grund dafür sei, dass China als großer Verbraucher von Gas und Flüssiggas bei steigenden Preisen auf Kohle umstelle. Dies senke den Gasbedarf in Fernost und entlaste den globalen Markt.

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Iranischer Fußballverband: WM-Ticketkontingent gestrichen

Kurz vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko hat der iranische Fußballverband (FFIRI) mitgeteilt, dass dem Iran das Ticketkontingent entzogen wurde. Dies bedeute, dass Fans, die bereits Reisepläne geschmiedet hätten, die Spiele ihrer Nationalmannschaft nicht besuchen könnten. „Dies geschieht, obwohl viele iranische Fußballfans im Vertrauen auf die offiziellen Ankündigungen bereits Reisevorbereitungen für einen Besuch der Spiele getroffen hatten“, hieß es in einer Erklärung. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt, auch Stellungnahmen der FIFA oder der Gastgeberländer liegen nicht vor.

Der Iran befindet sich seit Ende Februar in einem militärischen Konflikt mit den USA. Beobachter in Teheran gehen davon aus, dass iranische Fans ohnehin kaum eine Chance auf Einreise gehabt hätten. Derzeit werden in US-Auslandsvertretungen keine Visa für iranische Staatsbürger ausgestellt, und Reisen in die USA sind für die meisten Iraner finanziell unerschwinglich. Aufgrund der Einreisebeschränkungen hatte der iranische Verband sein Teamquartier vom US-Bundesstaat Arizona ins mexikanische Tijuana verlegt. Laut dem iranischen Botschafter in Mexiko darf die Mannschaft nur an den Spieltagen für ihre WM-Partien in die USA einreisen.

Israelischer Evakuierungsaufruf für Tyros

Trotz der wiederaufgenommenen Waffenruhe mit dem Iran hat das israelische Militär einen Evakuierungsaufruf für die libanesische Küstenstadt Tyros herausgegeben und vor möglichen Angriffen gewarnt. Erstmals ist davon auch das christliche Viertel der Stadt betroffen. Zur Begründung hieß es, Kämpfer der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz seien dort aktiv. Beweise dafür legte die Armee zunächst nicht vor. Bisherige Räumungsaufforderungen hatten das christliche Viertel ausgenommen. Das Militär hatte jedoch zuvor gewarnt, dass auch dieses Gebiet ins Visier genommen werden könnte, sollte die Hisbollah dort weiterhin präsent sein. Solchen Evakuierungsaufrufen folgen häufig Angriffe der israelischen Armee.

Israel und Iran stellen Angriffe ein – und drohen weiter

Nach einer erneuten gefährlichen Eskalation im Konflikt zwischen dem Iran und Israel haben die Erzfeinde ihre wechselseitigen Angriffe vorerst eingestellt. Beide Seiten drohten jedoch im Fall von Verstößen gegen ihre jeweiligen Bedingungen mit noch härteren Kämpfen. Die ersten gegenseitigen Angriffe seit zwei Monaten drohten, die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump zur Beendigung des Iran-Kriegs zu untergraben.

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Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bestätigte die Feuerpause in einer Videobotschaft. Sollte der Iran einen Fehler begehen und Israel erneut angreifen, werde man mit aller Härte reagieren, warnte er. Der Konflikt mit dem Iran und der libanesischen Hisbollah sei noch nicht beendet. Beide hätten versucht, Israel eine „neue Gleichung“ aufzuzwingen. „Sie dachten, sie könnten von libanesischem und iranischem Gebiet auf Israel schießen und dass wir nicht reagieren.“ Dies sei inakzeptabel und werde nicht passieren, betonte Netanjahu.

Trump: Verhandlungen über Iran-Abkommen „in den letzten Zügen“

US-Präsident Donald Trump hat den Abschluss einer Vereinbarung zur Beendigung des Iran-Kriegs in den kommenden Tagen in Aussicht gestellt. „Wir befinden uns in den letzten Zügen dessen, was ein sehr, sehr gutes Abkommen sein wird“, sagte Trump. Er halte den Abschluss der Verhandlungen in den kommenden „zwei oder drei Tage“ für möglich.

US-Kampfhubschrauber nahe Straße von Hormus abgestürzt – Piloten gerettet

Im Iran-Konflikt ist nahe der Straße von Hormus ein US-Militärhubschrauber abgestürzt. Die Piloten seien in Sicherheit, teilte US-Präsident Donald Trump mit. Es gehe ihnen gut, niemand sei verletzt worden. Die US-Regierung werde im Laufe des Tages einen Bericht zu dem Vorfall vorlegen. Weitere Details nannte Trump nicht.

Einem Bericht der „New York Times“ zufolge war der „Apache“-Kampfhubschrauber nahe der vom Iran kontrollierten und weitgehend blockierten Meerenge abgestürzt. Die beiden Besatzungsmitglieder seien gerettet worden. Es sei unklar, ob der Hubschrauber durch iranischen Beschuss abgestürzt sei, einen technischen Defekt gehabt habe oder ein anderes Problem aufgetreten sei.

Israel: Militär fängt Drohne aus dem Jemen ab

Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben über dem Süden des Landes eine Drohne aus dem Jemen abgefangen. Der Vorfall im Luftraum über der Stadt Eilat am Roten Meer sei abgeschlossen, teilte das Militär mit. Die Streitkräfte machten keine Angaben dazu, welche Gruppe für den Drohnenangriff verantwortlich sei.

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hatte zuvor einen Angriff auf Israel mit mehreren Raketen für sich beansprucht. Es war der erste direkte Angriff der Huthi auf Israel seit Anfang April. Zu der Attacke war es infolge der jüngsten gegenseitigen Angriffe Israels und des Irans gekommen. Beide Staaten erklärten später, zunächst von weiteren Angriffen abzusehen.

Libanons Gesundheitsministerium: Fünf Tote bei israelischem Angriff

Bei einem israelischen Angriff auf den Süden des Libanon sind nach libanesischen Angaben fünf Menschen getötet worden. Acht weitere seien bei dem Angriff auf Tyros verletzt worden, erklärte das libanesische Gesundheitsministerium. Darunter seien vier Sanitäter des Roten Kreuzes. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuvor erklärt, die Armee werde die Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Libanon ungeachtet iranischer Drohungen fortsetzen.

Trump warnt Netanjahu vor Krieg gegen Iran im Alleingang

US-Präsident Donald Trump hat den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor einem erneuten Krieg gegen den Iran gewarnt. Sollte es zu einem neuen Konflikt kommen, könnte Israel auf sich allein gestellt sein, sagte Trump in einem Interview des US-Nachrichtenportals „Axios“. „Ich habe gesagt: 'Bibi (Netanjahu), du solltest besser vorsichtig sein, oder du wirst sehr bald auf dich allein gestellt sein'“, zitierte das Portal den US-Präsidenten.

Ermittlungen gegen Israels Sicherheitsminister Ben-Gwir in Italien

In Italien laufen Insiderangaben zufolge Ermittlungen gegen den israelischen Sicherheitsminister Itamar Ben-Gwir wegen des Verdachts der Folter und Freiheitsberaubung. Hintergrund ist der Umgang mit Aktivisten einer Gaza-Hilfsflotte im vergangenen Monat, unter denen sich auch italienische Staatsbürger befanden. Ben-Gwir erklärte, er werde sich den Ermittlungen nicht entziehen. Die italienische Regierung unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bezeichnete das Vorgehen gegen die Aktivisten als „inakzeptabel“.

Al-Kuds-Brigaden wollen „Gürtel des Widerstands“ errichten

Die iranischen Al-Kuds-Brigaden kündigen die Errichtung eines neuen Sicherheitsgürtels an. Dieser „Gürtel des Widerstands“ soll sich von der Straße von Hormus bis zur Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste des Jemen sowie vom Golf bis zum Roten Meer erstrecken, sagte der Kommandeur Esmail Kaani. Unter dem Begriff „Widerstand“ fasst die Führung in Teheran ihre Verbündeten in der Region zusammen, darunter die Huthi-Rebellen im Jemen.

Libanons Präsident bietet Verhandlungen über Kriegsende an

Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat einen seltenen Appell an Israel gerichtet und Verhandlungen über ein Ende des Krieges angeboten. Eine militärische Lösung werde den Menschen im Norden Israels niemals Sicherheit bringen, sagte Aoun in einem Interview mit CNN. Der Libanon sei bereit für Gespräche. Ein Treffen mit Netanjahu schloss Aoun jedoch vor einer Einigung aus. Bei der angestrebten Vereinbarung solle es sich um einen Nichtangriffspakt handeln.

Irans Chefunterhändler: Werden US-Seeblockade durchbrechen

Der Iran will die von den USA errichtete Seeblockade nach den Worten seines Chefunterhändlers Mohammad Bagher Ghalibaf durchbrechen. Man werde sie in eine weitere Niederlage für den Feind verwandeln, teilte Ghalibaf mit. „Wir werden weder nur kämpfen noch nur verhandeln; vielmehr werden wir zu unserer eigenen Zeit kämpfen und zu unserer eigenen Zeit verhandeln.“ Das Ziel des Iran sei ein Ende des Krieges und eine stabile Sicherheit.

US-Militär: Tanker wegen Verstoßes gegen Blockade beschossen

Ein US-Kampfflugzeug hat im Golf von Oman einen unbeladenen Öltanker beschossen und außer Gefecht gesetzt. Das Schiff habe gegen die US-Blockade iranischer Häfen verstoßen, erklärte das US-Militär. Das Kampfflugzeug vom Typ F/A-18 Super Hornet habe „Präzisionsmunition“ auf den Maschinen- und Steuerraum des Schiffes abgefeuert, nachdem die Besatzung den Anweisungen nicht Folge geleistet habe. Das unter der Flagge von Palau fahrende Schiff sei nicht mehr in Richtung Iran unterwegs.

Israel geht trotz iranischer Drohungen im Libanon gegen Hisbollah vor

Israel wird trotz der Drohungen des Iran seinen Einsatz gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon fortsetzen. Die Armee werde „weiterhin im Libanon gegen die Terrororganisation Hisbollah vorgehen“, erklärte Verteidigungsminister Israel Katz. Für jeden Angriff auf Nordisrael werde der Stadtteil Dahijeh in Beirut angegriffen. „Jeder Versuch des Iran, eine Verbindung zwischen dem Libanon und dem Iran herzustellen, um Israel anzugreifen, wird eine äußerst entschlossene Reaktion nach sich ziehen.“

Libanon: Fast 3500 Angriffe Israels während Waffenruhe

Israel hat den Libanon nach offiziellen libanesischen Angaben seit Verkündung der Waffenruhe im April fast 3500 Mal angegriffen. Das teilte der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam mit. Rund 30 Soldaten der staatlichen Armee und fast 20 weitere Sicherheitskräfte seien seit Beginn des Iran-Kriegs getötet worden. Insgesamt wurden im Libanon mehr als 3500 Menschen getötet und über 10.000 verletzt. Nach Zählung des israelischen Forschungszentrums Alma griff die Hisbollah ihrerseits nahezu 1000 Mal israelische Ziele an.

Trump und Netanjahu telefonieren erneut

US-Präsident Donald Trump und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu haben erneut ein Telefongespräch über einen möglichen Waffenstillstand geführt, wie ein israelischer Regierungsvertreter mitteilte.

Iran erklärt Angriffe auf Israel für beendet

Irans Streitkräfte haben ihre Angriffe auf Israel für beendet erklärt. Die Islamische Republik habe Israel eine „schmerzhafte Antwort“ erteilt, hieß es in einer Erklärung. „Vor diesem Hintergrund wird die Einstellung der Operationen der Streitkräfte bekanntgegeben.“ Aus israelischen Militärkreisen hieß es, die Armee stelle sich auf einen mindestens mehrtägigen Konflikt ein. Israels Luftwaffe habe neun Luftverteidigungs- und Radarsysteme sowie eine petrochemische Anlage im Iran ins Visier genommen. Der Iran habe mehr als 20 ballistische Raketen auf Israel abgefeuert.

Iran: Angriffe schüren Misstrauen in Verhandlungen mit USA

Die iranische Führung bezweifelt, dass Israel seine Gegenangriffe nicht mit den USA abstimmt. Niemand glaube, dass Israel solche Angriffe ohne Koordination mit den Vereinigten Staaten durchführen könne, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai. Das schüre das Misstrauen in den Verhandlungen mit den USA.