Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hat am Donnerstag die P&R-Gerätetechnik in Schwedt/Oder besucht. Auf Einladung von Geschäftsführer Paul Fürstmann, der auch Vorsitzender der Unternehmervereinigung Uckermark ist, informierte sie sich über die Situation eines mittelständischen Unternehmens in Ostdeutschland. Im Mittelpunkt standen die drängenden Probleme der Region: Fachkräftemangel, marode Bahnstrecken und die hohen Kosten der Ausbildung.
Einblick in die Produktion
In einem weißen Schutzkittel stand die Ministerin in der Produktionshalle und stellte gezielte Fragen. „Und wofür röntgen Sie das jetzt?“, fragte sie bei der Besichtigung eines Geräts. Fürstmann erläuterte die Arbeitsabläufe und betonte die Bedeutung der Fachkräfte für das Unternehmen. Die P&R-Gerätetechnik ist ein Elektronikunternehmen, das auf Röntgentechnik spezialisiert ist und international tätig ist.
Probleme des Mittelstands
In einem anschließenden Gespräch mit Bas schilderte Fürstmann die Herausforderungen, mit denen der Brandenburger Mittelstand konfrontiert ist. Besonders der Fachkräftemangel mache dem Unternehmen zu schaffen. Es sei schwierig, qualifizierte Mitarbeiter zu finden, da viele junge Leute die Region verließen. Zudem seien die Bahnstrecken in der Uckermark marode, was den Pendlerverkehr erschwere und die Erreichbarkeit des Standorts beeinträchtige. Die Ausbildungskosten seien für den Mittelstand eine zusätzliche Belastung.
Bundespolitische Perspektive
Bas zeigte sich verständnisvoll und versprach, die Anliegen des Mittelstands an die zuständigen Ressorts weiterzuleiten. Sie betonte die Bedeutung der ostdeutschen Wirtschaft für den gesamten Bundesrepublik und sagte Unterstützung bei der Bewältigung der strukturellen Probleme zu. Der Besuch in Schwedt sei Teil einer Reihe von Terminen, um die Lage vor Ort besser zu verstehen.



