Berufseinstieg als Sozialversicherungsfachangestellte: hohes Gehalt und viel Verantwortung
Berufseinstieg als Sozialversicherungsfachangestellte: hohes Gehalt

Emily-Jette Wolfgramm hat ihre Ausbildung zur Sozialversicherungsfachangestellten abgeschlossen und gehört nun zu den Berufseinsteigern mit einem der höchsten Einstiegsgehälter. „Schon als Azubi fand ich das Gehalt auffällig gut“, sagt die 23-Jährige, die bei einer großen Krankenkasse arbeitet. Doch mit dem Gehalt kommt auch eine große Verantwortung: Ein übersehenes Schreiben kann dazu führen, dass die Krankenkassenkarte eines Versicherten gesperrt wird.

Die Rolle der „Sofa“: Übersetzerin und Lotsin

Wolfgramm bezeichnet sich selbst als „Sofa“ – eine Abkürzung für Sozialversicherungsfachangestellte. „Ich sehe mich als Übersetzerin und Lotsin“, erklärt sie. Ihre Aufgabe ist es, Versicherten die komplexen Regelungen der Sozialversicherung zu erklären und sie durch den Behördendschungel zu lotsen. Das erfordert nicht nur Fachwissen, sondern auch Einfühlungsvermögen.

Hohes Einstiegsgehalt als Anreiz

Laut der Vergütungstabelle des öffentlichen Dienstes liegt das Einstiegsgehalt für Sozialversicherungsfachangestellte bei rund 3.200 Euro brutto im Monat. Damit gehört dieser Ausbildungsberuf zu den bestbezahlten im kaufmännischen Bereich. „Das ist ein echter Anreiz für viele junge Leute“, so Wolfgramm. Allerdings sei der Job auch fordernd: „Man muss immer auf dem neuesten Stand sein, denn die Gesetze ändern sich ständig.“

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Verantwortung im Alltag

Ein typischer Arbeitstag von Wolfgramm beginnt mit der Bearbeitung von Anträgen und der Prüfung von Unterlagen. „Wenn ich einen Fehler mache, kann das für den Versicherten schwerwiegende Folgen haben“, warnt sie. So könne etwa ein nicht bearbeiteter Antrag auf Krankengeld dazu führen, dass der Betroffene finanzielle Einbußen erleidet. Deshalb sei Konzentration und Sorgfalt oberstes Gebot.

Ausbildung mit Zukunft

Die Ausbildung zur Sozialversicherungsfachangestellten dauert in der Regel drei Jahre und erfolgt dual im Betrieb und in der Berufsschule. Die Übernahmechancen sind gut, da viele Krankenkassen und Rentenversicherungsträger Nachwuchs suchen. „Ich hatte schon vor dem Ende meiner Ausbildung eine Zusage für eine Festanstellung“, freut sich Wolfgramm.

Fazit: Ein Beruf mit Perspektive

Für Wolfgramm war die Wahl des Berufs genau richtig. „Die Mischung aus Verantwortung, gutem Gehalt und der Möglichkeit, Menschen zu helfen, macht diesen Job aus“, resümiert sie. Wer Interesse an Sozialrecht und Freude am Umgang mit Menschen habe, sei in diesem Beruf gut aufgehoben.

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