In Thüringen dominieren Gesundheitsberufe weiterhin die Verfahren zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, betrafen zwei Drittel der im vergangenen Jahr eingeleiteten Anerkennungsverfahren medizinische Gesundheitsberufe. Konkret beantragten 748 Migranten aus dem Gesundheitsbereich die Anerkennung ihrer im Herkunftsland erworbenen Abschlüsse. Mit deutlichem Abstand folgen Fachleute in Lehr- und ausbildenden Berufen mit 176 Verfahren.
Fast 1.000 Verfahren abgeschlossen – neuer Höchststand
Insgesamt wurden 2025 von 1.121 laufenden Anerkennungsverfahren 992 abgeschlossen. Dies sind 70 mehr als im Jahr 2024 und bedeuten einen neuen Höchststand, so die Statistiker. In knapp einem Drittel der Fälle wurde eine ausländische Berufsausbildung als voll gleichwertig mit deutschen Abschlüssen anerkannt.
Gut die Hälfte der Antragsteller mussten wesentliche Unterschiede gegenüber deutschen Berufsqualifikationen ausgleichen. Ein teilweiser Berufszugang wurde 24 Migranten erlaubt, während 101 Abschlüsse nicht anerkannt wurden. Fast die Hälfte der Antragsteller (549) stammte aus Ländern außerhalb Europas, wobei Asien mit 357 Verfahren dominierte.
Ausländische Ärzte unentbehrlich für Kliniken
Besonders für Krankenhäuser in Thüringen sind ausländische Ärzte inzwischen unverzichtbar. Nach früheren Angaben der Landesärztekammer arbeiteten Ende 2025 allein in Kliniken 1.581 ausländische Ärzte – das ist mehr als ein Viertel aller Klinikärzte in Thüringen. Die Anerkennungsverfahren sind somit ein zentraler Baustein zur Sicherung der medizinischen Versorgung.



