Hamburgs Personalbestand steigt leicht – Senat bremst
Hamburgs Personalbestand steigt leicht

Die Stadt Hamburg hat zum 31. Dezember 2025 insgesamt 82.997 Menschen beschäftigt – das sind rund 72.000 Vollzeitstellen. Dies geht aus dem vom Senat beschlossenen Personalbericht hervor. Der Chef der Senatskanzlei, Jan Pörksen (SPD), bezifferte den Zuwachs zum Vorjahr auf 1.000 zusätzliche Vollzeitstellen. Besonders stark fiel der Aufwuchs in den vom Senat priorisierten Bereichen aus: Bildung, Bezirksämter und Polizei.

Anstieg pro Kopf trotz Bremsmanöver

Bezogen auf die Einwohnerzahl stieg die Quote von 37,2 Vollzeitstellen je 1.000 Einwohner im Jahr 2024 auf 37,6 im Jahr 2025. 2023 hatte der Wert noch bei 35,6 gelegen. Pörksen erklärte, der Anstieg sei darauf zurückzuführen, dass das Bevölkerungswachstum geringer ausgefallen sei als ursprünglich angenommen. „Das heißt, wir sind jetzt dabei, etwas auf die Bremse zu treten.“

Der Senat will das Verhältnis von Personalbestand zu Einwohnern langfristig wieder angleichen. Rund 12 Prozent der städtischen Angestellten waren 2025 mindestens 60 Jahre alt, was laut Pörksen Spielräume durch bevorstehende Ruhestände eröffnet. Das Durchschnittsalter aller Beschäftigten lag bei 44,7 Jahren. Mit knapp 6,4 Prozent schwerbehinderter Beschäftigter übererfüllt Hamburg sowohl die gesetzliche Vorgabe von 5 Prozent als auch die selbst gesetzte Marke von 6 Prozent.

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Kein Einstellungsstopp trotz Haushaltslage

Trotz der angespannten Haushaltslage schloss Pörksen einen Einstellungsstopp aus, wie er in anderen Bundesländern praktiziert wird. „Und wir bilden auch weiter aus“, betonte der Senatskanzleichef. Ziel sei es, den Personalbestand durch langfristige Planung langsam wieder an das Bevölkerungswachstum anzupassen. „Dann ist das sozusagen ein Abbremsen, aber das ist auch gut leistbar und die Stadt hat auch vor zwei, drei Jahren gut funktioniert.“

Frauenanteil bei Führungskräften steigt

Der Anteil weiblicher Beschäftigter lag 2025 bei fast 58 Prozent. In Führungspositionen stieg der Frauenanteil auf 49,3 Prozent – ein Plus von 1,3 Prozentpunkten gegenüber 2024. In den absoluten Spitzenpositionen der städtischen Betriebe sind jedoch weiterhin deutlich mehr Männer tätig: Nur ein Drittel dieser Posten ist weiblich besetzt. Pörksen verwies darauf, dass sich der Frauenanteil in diesen Positionen in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt habe. „Auch das ist ein Ziel, für das es einen langen Atem braucht, aber wo wir weiter vorankommen.“

Ausbildung und Vielfalt

Von den 1.292 neuen Auszubildenden und Studierenden, die die Stadt 2025 einstellte, gaben rund 25 Prozent einen Migrationshintergrund an. Damit erreicht Hamburg ihre Zielmarke, dass etwa jede vierte Neueinstellung eine Person mit Migrationsgeschichte ist. Die Angabe ist freiwillig; der Gesamtanteil in der Verwaltung wird nicht erfasst.

Die Attraktivität des öffentlichen Dienstes spiegelt sich in den Bewerbungszahlen wider: Im Durchschnitt gab es 15 Bewerbungen auf jede ausgeschriebene Stelle – ein Anstieg um 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Daran sieht man auch, wie sich der Arbeitsmarkt verändert hat. Und man sieht auch, dass die Arbeit bei und für die Stadt weiterhin sehr attraktiv ist“, so Pörksen.

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