Die Polizei in Westfalen fahndet nach einem bewaffneten Serienräuber, der innerhalb von nur zwei Wochen sechs Tankstellen in Nordrhein-Westfalen überfallen hat. Der Täter, der stets mit einer Schusswaffe auftritt, hat eine besondere Vorliebe: Er verstaut seine Beute in transparenten Gefrierbeuteln. Die Überfälle ereigneten sich zwischen dem 15. und 26. Juli in einem Gebiet mit einem Radius von etwa 40 Kilometern zwischen dem Münsterland und den Kreisen Gütersloh und Paderborn.
Die Überfallserie im Überblick
Der erste Überfall am 15. Juli in Oelde scheiterte. Der Räuber betrat um 22.02 Uhr die Tankstelle und forderte: „Gib die Kohle her!“ Wie Leonie Lagrange von der Polizei Warendorf erklärte: „Da sich zu diesem Zeitpunkt kein Bargeld mehr in der Kasse befand, flüchtete der Tatverdächtige zu Fuß vom Gelände der Tankstelle.“ Trotz dieses Misserfolgs setzte der Täter seine Serie fort.
Am 17. Juli plünderte er in Beelen vor den Augen einer Angestellten die Kasse. In Hövelhof sagte er am 19. Juli zu einem Mitarbeiter: „Keine Sorge, ich tue dir nichts, solange du mir das Geld gibst.“ Als der Mann die Kasse nicht sofort öffnen konnte, schlug der Räuber mit der Schusswaffe zu und verletzte ihn. Am 23. Juli bedrohte der Maskierte in Rietberg eine Mitarbeiterin und nahm selbst das Geld aus der Kasse. Am 26. Juli schließlich überfiel er gleich zwei Tankstellen: zunächst in Harsewinkel, dann in Rheda-Wiedenbrück.
Täterbeschreibung und Warnung
Der Serientäter ist etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß, schlank, hat dunkle Locken und einen dunklen Teint. Er spricht Deutsch mit Akzent und trägt auffällig bedruckte Kapuzenpullover, dunkle Hosen und weiße Sneaker. Zur Maskierung verwendet er Ski- oder Sonnenbrillen, Sturmhauben, Schals oder tief ins Gesicht gezogene Mützen. Mehrere Opfer berichteten, dass er seine Beute in Gefrierbeutel stopfte – ein ungewöhnliches Detail, das die Polizei bei der Fahndung hervorhebt.
Die Polizei warnt eindringlich: „Da der Gesuchte möglicherweise bewaffnet ist, verständigen Sie auf jeden Fall die Polizei und sprechen Sie den Tatverdächtigen nicht an! In dringenden Fällen wählen Sie den Notruf 110.“ Hinweise zum Verdächtigen nimmt die Polizei Warendorf unter der Telefonnummer 02522-9150 entgegen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, da der Täter immer wieder entkommt und eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellt.



