Mit 79 noch arbeiten: Warum Wolfgang nicht in Rente geht
Mit 79 noch arbeiten: Wolfgangs Renten-Alltag

Immer mehr Rentner bleiben im Job

Die Zahl der Menschen, die auch nach dem Erreichen des Rentenalters weiterarbeiten, steigt stetig. Laut aktuellen Daten der Bundesagentur für Arbeit waren im Jahr 2025 rund 1,2 Millionen Menschen über 65 Jahre erwerbstätig – ein Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zu 2020. Viele von ihnen tun dies nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern auch aus Freude an der Tätigkeit und dem sozialen Umfeld.

Wolfgang Nötzold: Mit 79 Jahren noch aktiv

Wolfgang Nötzold ist 79 Jahre alt und arbeitet weiterhin als freiberuflicher Berater. „Ich könnte mir ein Leben ohne Arbeit nicht vorstellen“, sagt er. Er bessert mit seiner Tätigkeit seine Rente auf und bleibt geistig fit. Seine Kunden schätzen seine langjährige Erfahrung. Wolfgang ist einer von drei Menschen, die die Funke Mediengruppe in einem Artikel porträtiert hat.

Gründe für das Weiterarbeiten

Die Motive für das Arbeiten im Rentenalter sind vielfältig. Finanzielle Notwendigkeit spielt eine Rolle, aber auch der Wunsch nach sozialer Teilhabe und sinnstiftender Beschäftigung. Viele Rentner berichten, dass ihnen der Kontakt zu Kollegen und die tägliche Routine fehlen würden. Die Flexibilität von Teilzeit- oder freiberuflichen Modellen macht es möglich, Beruf und Ruhestand zu kombinieren.

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Auswirkungen auf die Rente

Wer über das Rentenalter hinaus arbeitet, kann seine Rente aufbessern. Hinzuverdienstgrenzen wurden in den letzten Jahren gelockert. Seit 2023 dürfen Rentner unbegrenzt hinzuverdienen, ohne dass ihre Rente gekürzt wird. Das macht das Weiterarbeiten attraktiver. Experten sehen darin auch eine Chance für den Arbeitsmarkt, der unter Fachkräftemangel leidet.

Beispiele aus der Praxis

Neben Wolfgang Nötzold berichten auch andere Rentner von ihren Erfahrungen. Eine 72-jährige ehemalige Krankenschwester arbeitet stundenweise in einer Praxis, eine 68-jährige Lehrerin gibt Nachhilfe. Allen gemeinsam ist, dass sie nicht nur des Geldes wegen arbeiten, sondern weil sie Freude an der Tätigkeit haben. „Arbeit hält jung“, sagt Wolfgang Nötzold.

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