Pflegeheim in Sachsen-Anhalt: Eigenanteil steigt um 296 Euro
Pflegeheim in Sachsen-Anhalt: Eigenanteil um 296 Euro gestiegen

Pflegebedürftige und ihre Angehörigen in Sachsen-Anhalt müssen für einen Platz im Pflegeheim deutlich mehr zahlen als noch vor einem Jahr. Laut einer aktuellen Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (vdek) liegt die monatliche Eigenbeteiligung im ersten Jahr eines Heimaufenthalts seit dem 1. Juli bei durchschnittlich 2.891 Euro. Das entspricht einem Anstieg um 296 Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Sachsen-Anhalt bleibt trotz Anstieg am günstigsten

Obwohl die Kosten gestiegen sind, bleibt Sachsen-Anhalt im Bundesvergleich das günstigste Bundesland für stationäre Pflege. Der bundesweite Durchschnitt der Eigenbeteiligung im ersten Jahr liegt bei 3.364 Euro pro Monat. Am teuersten ist die Pflege im Heim in Bremen mit durchschnittlich 3.761 Euro monatlich.

Ursachen: Höhere Personalkosten treiben Eigenanteile

Die Eigenbeteiligung setzt sich aus pflegebedingten Kosten, Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie Investitionskosten der Einrichtungen zusammen. Nach Angaben des vdek sind vor allem die pflegebedingten Aufwendungen gestiegen. Als Grund nennt der Verband unter anderem höhere Personalkosten infolge einer besseren Bezahlung von Pflegekräften.

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Zuschüsse entlasten bei längerem Heimaufenthalt

Mit längerer Aufenthaltsdauer sinkt die Eigenbeteiligung, da die Pflegekassen einen wachsenden Zuschuss zu den pflegebedingten Kosten zahlen. In Sachsen-Anhalt beträgt die monatliche Eigenbeteiligung im zweiten Jahr eines Heimaufenthalts durchschnittlich 2.592 Euro, im dritten Jahr 2.194 Euro und ab dem vierten Jahr 1.695 Euro.

Regionale Unterschiede und weitere Entwicklungen

Die steigenden Pflegekosten sind ein bundesweites Phänomen. Auch in anderen Bundesländern wie Berlin, Brandenburg, Sachsen und Thüringen sind die Eigenanteile um 250 bis 300 Euro gestiegen. In Bayern und Nordrhein-Westfalen setzt sich der Aufwärtstrend ebenfalls fort. Der vdek betont, dass die finanzielle Belastung für Pflegebedürftige und ihre Familien trotz der Zuschüsse hoch bleibt.

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