Stuttgarts U19-Juwel Mirza Catovic will den VfB verlassen
Stuttgarts U19-Juwel Catovic will VfB verlassen

Mirza Catovic (19) gilt als eines der größten Mittelfeld-Talente Deutschlands, doch beim VfB Stuttgart kommt der defensive Mittelfeldspieler bisher nicht zum Zug. Nach Informationen der BILD will Catovic den VfB nun verlassen, da ihm die sportliche Perspektive in der ersten Mannschaft fehlt.

EM-Finale als letzter Höhepunkt

Am vergangenen Wochenende stand Catovic noch für die deutsche U19-Nationalmannschaft im EM-Finale gegen Spanien (0:2) auf dem Platz. Bei der Junioren-Nationalelf ist der zentrale Mittelfeldspieler gesetzt und absolvierte bis auf das dritte Gruppenspiel jede Partie über die volle Distanz. Damit konnte er Werbung in eigener Sache betreiben – ob dies die VfB-Verantwortlichen überzeugen konnte, bleibt fraglich.

Denn Catovic will den Verein unbedingt wechseln. Bereits im Winter plante das Talent einen Abgang, doch der VfB blockte damals ab. Unter anderem die TSG Hoffenheim und RB Salzburg boten im Januar vier Millionen Euro für Catovic – eine hohe Summe für einen Spieler ohne eine einzige Minute in der ersten Mannschaft. Dennoch kam vor einem halben Jahr kein Transfer zustande.

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Interessenten aus dem In- und Ausland

Ob ein Abgang in diesem Sommer gelingt, ist noch offen. Nach BILD-Informationen sind mehrere Klubs an Catovic interessiert: weiterhin Hoffenheim und Salzburg, dazu Vereine aus Belgien und Italien. Der Grund für den Wechselwunsch ist die fehlende sportliche Perspektive. Catovic kam bislang nur in der dritten Liga in Stuttgarts U21 zum Einsatz, wo er als Stammspieler im defensiven Mittelfeld agierte. In der ersten Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß (44) stand Catovic zwar immerhin siebenmal im Kader der Europa League, doch einen Einsatz gab es bisher nicht.

Auf Spielerseite fehlt der Glaube, dass sich dies in der kommenden Saison ändern wird. Stuttgart ist im Mittelfeld stark besetzt: Schlüsselspieler Angelo Stiller (25) ist auf der Sechs gesetzt, daneben waren zuletzt Kapitän Atakan Karazor (29) und Spanien-Talent Chema Andrés (21) nicht zu verdrängen. Auch Nikolas Nartey (26) half mehrfach im Zentrum aus. Zur neuen Saison kommt zudem Grischa Prömel (31) von der TSG Hoffenheim hinzu. Für Catovic bleibt in der ersten Mannschaft so kaum Platz.

Fazit: Talentiert, aber ohne Chance

Catovic steht vor einem entscheidenden Karriereschritt. Trotz seines Talents und der guten Leistungen in der U19-Nationalmannschaft scheint ein Durchbruch beim VfB in absehbarer Zeit unwahrscheinlich. Ein Wechsel zu einem Verein, der ihm mehr Spielzeit bietet, könnte die logische Konsequenz sein.

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