Thüringens Top-Verdiener: Ärzte und Hochschulangehörige an der Spitze
Thüringens Top-Verdiener: Ärzte und Hochschulangehörige

In Thüringen haben Frauen bei den monatlichen Bruttogehältern in Vollzeitjobs statistisch nahezu zu den Männern aufgeschlossen. Nach Angaben der Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur verdienten Frauen Ende 2025 im Median 3.507 Euro brutto, Männer 3.508 Euro – ein Unterschied von nur einem Euro. Die Einkommen der Frauen stiegen binnen Jahresfrist um 239 Euro, die der Männer um 185 Euro.

Medianentgelt unter Bundesdurchschnitt

Der berechnete Medianlohn für alle sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten im Freistaat lag bei 3.508 Euro. Das ist ein Plus von 201 Euro oder 6,1 Prozent gegenüber Ende 2024. Auszubildende erhielten im Schnitt 1.181 Euro. Dennoch bleibt Thüringen mit diesen Werten deutlich unter dem bundesweiten Median von 4.217 Euro zurück.

Spitzenverdiener: Ärzte und Hochschulen

Die Berufsgruppe mit dem höchsten Verdienst sind Ärzte: Ihr Bruttomedianlohn beträgt 7.949 Euro. Dahinter folgen Angestellte an Hochschulen mit 5.709 Euro. Am unteren Ende der Skala liegen Friseure und Kosmetiker mit 2.099 Euro monatlich. Die stärksten prozentualen Zuwächse verzeichneten ebenfalls die Mediziner sowie Beschäftigte im Bildungswesen, darunter Lehrer und Erzieher.

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Bedeutung der Ausbildung

Markus Behrens, Chef der Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur, betonte: „Eine gute Bezahlung bleibt ein wichtiger Baustein im Kampf um Fachkräfte. Langfristige Mitarbeiterbindung gelingt jedoch nur, wenn attraktive Arbeitsbedingungen hinzukommen – etwa ein wertschätzendes Arbeitsumfeld, Entwicklungsperspektiven und flexible Arbeitszeitmodelle.“ Er bekräftigte, dass sich eine gute Ausbildung lohne: Fachkräfte verdienten demnach knapp 650 Euro mehr im Monat als Helfer, der Abstand zu Akademikern liege bei über 2.000 Euro monatlich.

Regionale Unterschiede und Ausblick

Die Angaben basieren auf den Meldungen der Arbeitgeber zur Sozialversicherung, wobei die Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt wird. Der Medianwert gibt an, dass eine Hälfte der Beschäftigten mehr, die andere weniger verdient. Trotz der Verbesserungen bleibt die Lohnlücke zwischen Thüringen und dem Westen bestehen. Die Arbeitsmarktexperten sehen aber positive Signale, insbesondere durch die steigenden Gehälter in Gesundheits- und Bildungsberufen.

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