Tourismus-Chef Amann unter Druck: Aufsichtsrat fordert Aufklärung
Tourismus-Chef Amann: Aufsichtsrat fordert Aufklärung

Der Aufsichtsrat der Berlin Tourismus & Kongress GmbH (visit Berlin) hat vom neuen Geschäftsführer Jürgen Amann eine „zügige und restlose Aufklärung“ über fragwürdige Abrechnungen mit einer Firmenkreditkarte aus seiner Zeit in Köln gefordert. Aufsichtsratsvorsitzender Oliver Schumacher sagte dem Tagesspiegel am Freitag: „Wir nehmen die Vorwürfe ernst. Von Herrn Amann erwarten wir eine zügige und restlose Aufklärung.“

Hintergrund der Vorwürfe

Die ungeklärten Abrechnungen stammen aus Amanns früherer Tätigkeit als Geschäftsführer der KölnTourismus GmbH. Dort soll er mit der Firmenkreditkarte private Ausgaben getätigt haben, die nun von seinem ehemaligen Arbeitgeber geprüft werden. Die KölnTourismus GmbH bestätigte entsprechende interne Untersuchungen. Details zu den fraglichen Beträgen oder konkreten Ausgaben wurden zunächst nicht genannt.

Kritik in Berlin wächst

In Berlin mehrt sich die Kritik an Amann, der erst im Januar 2024 die Leitung von visit Berlin übernommen hatte. Politiker und Branchenvertreter zeigen sich besorgt über mögliche negative Auswirkungen auf das Image der Hauptstadt als Tourismusdestination. Ein Sprecher der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe erklärte, man verfolge die Entwicklung „mit großer Aufmerksamkeit“ und erwarte von Amann „vollständige Transparenz“.

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Reaktionen aus der Tourismusbranche

Der Berliner Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) äußerte sich zurückhaltend. Verbandsgeschäftsführer Thomas Lengfelder sagte: „Wir setzen darauf, dass die Vorwürfe schnell und gründlich geklärt werden. Die Glaubwürdigkeit der Tourismuswerbung Berlins darf nicht beschädigt werden.“ Auch der Berliner Tourismusverband betonte die Notwendigkeit einer lückenlosen Aufklärung.

Nächste Schritte

Der Aufsichtsrat von visit Berlin wird sich in einer außerordentlichen Sitzung mit dem Fall befassen. Schumacher kündigte an, dass man Amann eine Frist zur Klärung setzen werde. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohen Amann arbeitsrechtliche Konsequenzen. Die KölnTourismus GmbH hat angekündigt, ihre Prüfungsergebnisse zeitnah zu veröffentlichen.

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