Leverkusen – War das 1:1 am 34. Bundesliga-Spieltag gegen den HSV der letzte Auftritt von Alejandro Grimaldo (30) als Profi von Bayer Leverkusen? Die Anzeichen verdichten sich, dass der spanische Nationalspieler nach der WM 2026 die Werkself verlässt und sich den Traum von der Rückkehr in die Heimat erfüllt.
Grimaldo kokettiert mit Wechsel nach Spanien
Grimaldo hatte in der Vergangenheit immer wieder öffentlich mit einem Wechsel in die spanische Liga kokettiert. Erst Anfang Juni sagte er: „Ich möchte bei einem großen Verein in Spanien spielen. Und ich glaube, dass die Liga perfekt zu meinem Stil passt.“
Dass Atlético Madrid seit Wochen um Bayers Vize-Kapitän buhlt, ist bekannt. Jetzt nimmt die Sache offenbar Fahrt auf. Am Freitag berichtete die spanische Zeitung Marca über eine angebliche Einigung zwischen Atlético und Grimaldo. Im Raum stünde ein Vertrag bis 2029. Auch Transferexperte Fabrizio Romano berichtete, dass Grimaldo dem Hauptstadtklub sein Ja-Wort gegeben habe. Die Vereine hätten die Verhandlungen aufgenommen.
Bayer fordert 30 Millionen Euro
Nach BILD-Informationen hat sich Atlético noch nicht beim Werksklub gemeldet. Aber Bayer 04 ist über das Interesse aus Madrid und auch Grimaldos Wechselpläne informiert. In Spanien heißt es, dass Grimaldo für etwa 15 Millionen Euro zu haben sei. Doch das ist eine Summe, für die Leverkusen den Europameister nicht gehen lassen würde. Wer Grimaldo will, muss schon 30 Millionen Euro zahlen – obwohl sein Vertrag nur noch bis 2027 läuft.
Am liebsten würde Bayer mit Grimaldo, der 2023 ablösefrei von Benfica Lissabon kam, verlängern. Aber Leverkusens Bosse würden auch ohne Verlängerung mit dem Führungsspieler ins letzte Vertragsjahr gehen. Im BILD-Interview sagte Neu-Trainer Carles Martínez (42) zuletzt: „Grima ist ein toller Typ und eine Führungsfigur. Er hilft Bayer 04 als Spieler und auch als Persönlichkeit. Ich habe ihn gefragt, ob es ihm bei der Nationalmannschaft gutgeht. Und natürlich habe ich Grima gesagt, dass ich mich sehr darauf freue, mit ihm hier zu arbeiten.“ Ob es dazu kommt, ist jetzt eine Frage des Preises.



