Alpine A110 Future: Erster öffentlicher Auftritt des Elektro-Sportwagens
Alpine A110 Future: Erster Auftritt des Elektro-Sportwagens

Alpine hat auf dem Festival of Speed in Goodwood einen ersten öffentlichen Ausblick auf die elektrische Zukunft seiner Sportwagen-Ikone gegeben. Die A110 Future, ein seriennaher Prototyp, zeigte dort ihre Proportionen, während viele Details noch unter einer dunkelgrauen Lackierung und schlichten Leuchten verborgen blieben. Das Design mag noch nicht endgültig sein, doch unter der Karosserie beginnt eine neue Ära: Die nächste A110 wird der erste rein elektrische Sportwagen der Marke und debütiert auf einer völlig neuen Plattform.

Neue Performance-Plattform mit 800-Volt-Technik

Die von Alpine entwickelte Performance Platform, die auch der 555 PS starke Renault 5 Turbo 3E mit Radnabenmotoren nutzt, bildet die Basis. Diese Architektur ist konsequent für sportliche Fahrzeuge ausgelegt und ermöglicht eine 800-Volt-Technik. Höhere Ladeleistungen und kürzere Ladestopps sind die Vorteile, ebenso wie dünnere Kabel und leichtere Leistungselektronik. Bislang fand sich diese Technik nur in deutlich größeren und teureren Elektroautos. Alpine bringt sie nun in ein kompaktes Sportcoupé, das als Herzstück der Marke gilt.

Akku als strukturelles Element und Gewichtsziel

Der Akku übernimmt eine Schlüsselrolle: Alpine nutzt nahezu jeden freien Zentimeter im Fahrzeugboden und unter den Sitzen für die Batteriemodule. Das drückt den Schwerpunkt nach unten und soll die agile Fahrdynamik der aktuellen A110 fortschreiben. „Jeder kann einen 500 oder 600 PS starken Zweisitzer bauen. Aber das mit weniger als 1500 Kilogramm und der richtigen Agilität zu schaffen, ist eine andere Geschichte“, sagte Markenchef Philippe Krief auf dem Festival. Die Ingenieure peilen ein Leergewicht von unter 1,5 Tonnen an – ein außergewöhnlich niedriger Wert für ein Elektroauto. Möglich machen sollen das die neue Plattform, konsequenter Leichtbau und die kompakte Bauweise.

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Fahrerlebnis und Gewichtsverteilung

Neben dem niedrigen Schwerpunkt legt Alpine Wert auf eine für Sportwagen typische Gewichtsverteilung von 40:60 zwischen Vorder- und Hinterachse. Die A110 bleibt ein flaches Zweisitzer-Coupé und wächst nicht zum Gran Turismo heran, anders als viele elektrische Sportwagen. Rund um den Zweisitzer sind jedoch weitere Varianten wie ein Roadster oder sogar ein kompakter Viersitzer geplant.

Debüt in Goodwood und Ausblick auf Paris

Der Prototyp absolvierte in Goodwood die berühmte Hill Climb über 1,89 Kilometer – fast lautlos zwischen Heuballen und Steinmauern. Das fertige Serienmodell soll bis zum Autosalon in Paris im Oktober 2026 stehen. Trotz des elektrischen Antriebs hält sich Alpine eine Hintertür offen: Die Performance-Plattform ist als Multienergie-Architektur ausgelegt und könnte auch einen Verbrennungsmotor aufnehmen. Eine Hybridversion der A110 ist daher nicht ausgeschlossen.

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