Die fast einjährige Sanierung der Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg neigt sich dem Ende zu. Ab dem 14. Juni fahren die ICE wieder ohne Umleitung zwischen den beiden Metropolen. Für die Reisenden war die Zeit mit erheblichen Einschränkungen verbunden. Nun will die Deutsche Bahn Danke sagen – mit einem besonderen Angebot.
100.000 Extra-Tickets zum Preis von 14,99 Euro
Wie die Berliner Morgenpost exklusiv erfuhr, gibt es für Kundinnen und Kunden 100.000 Extra-Tickets zum Preis von 14,99 Euro für eine Fernverkehrsfahrt zwischen Berlin und Hamburg. Wer von dem Angebot profitieren möchte, muss allerdings schnell entschlossen sein: Verkauft werden die günstigen Tickets nur vom Freitag, 12. Juni, bis zum Sonntag, 14. Juni. Gereist werden kann damit bis zum 12. Dezember.
„In Zeiten hoher Kraftstoffpreise sorgen wir damit weiter auch für Stabilität und günstige Mobilität für die Menschen in diesem Land“, sagte Michael Peterson, bei der Deutschen Bahn Vorstand für den Personenfernverkehr.
Verzögerung durch harten Winter
Eigentlich sollte die Sanierung bereits am 30. April enden. Durch den harten Winter haben sich die Arbeiten – und damit auch die Einschränkungen für die Reisenden – noch einmal anderthalb Monate verlängert. Die Streckensperrung begann am 1. August 2025. Ab diesem Sonntag (14. Juni) sollen die Fernzüge dann endlich wieder ohne Umleitung zwischen den beiden Metropolen fahren.
Weitere Einschränkungen bleiben bestehen
Vollkommen ohne Einschränkungen wird der Bahnverkehr zwischen Hamburg und Berlin ab Sonntag allerdings noch nicht funktionieren. Im Abschnitt zwischen Hagenow Land und dem Bahnhof Spandau sind laut Bahn noch einige Abnahmen für die neue Signal- und Stellwerkstechnik erforderlich. Auch erforderliche „Belastungsfahrten“ müssen nach der Betriebsaufnahme noch fortgesetzt werden. Die Konsequenz: Die ICE können nicht in allen Abschnitten mit der normalen Geschwindigkeit fahren, benötigen für die Strecke also ein paar Minuten länger als regulär.
Einen Tag nach der Streckenfreigabe, am 15. Juni, beginnt zudem die Sperrung der Berliner Stadtbahn zwischen Charlottenburg und Ostbahnhof für Fern- und Regionalbahnen. Vor diesem Hintergrund fahren zwischen Berlin und Hamburg innerhalb von zwei Stunden erst einmal nur drei Züge pro Richtung, einer weniger als normal. Die ICE können außerdem nicht in Spandau halten. Noch einmal ausgedünnt wird der Takt dann im Juli: Während der Fertigstellung des Projekts „Sternbrücke“ auf der Hamburger Verbindungsbahn vom 18. Juli bis 14. August fahren die Züge nur im Stundentakt zwischen beiden Metropolen.
Mehr Komfort und neue Verbindungen
Dafür kündigt die Bahn an, dass der Komfort in den Zügen steigen soll. „Zwischen Hamburg und Berlin setzt die DB ab sofort ausschließlich moderne Hochgeschwindigkeitszüge ein“, so das Unternehmen. Alte Reisezugwagen der DB und der tschechischen Kooperationsbahn sollen nicht mehr genutzt werden. Außerdem wird die Strecke nach ihrer Freigabe Teil der neuen europäischen Dreiländer-Direktverbindung von Prag über Berlin und Hamburg nach Kopenhagen. Die dänische Hauptstadt ist mit dem Railjet von Berlin aus etwas mehr als siebeneinhalb Stunden erreichbar.



