BMW streicht weltweit 8000 Stellen – Abfindungsprogramm für 40.000 Mitarbeiter
BMW baut 8000 Jobs ab – Abfindungsprogramm geplant

Der Münchner Automobilkonzern BMW plant den Abbau von weltweit rund 8000 Arbeitsplätzen. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Unternehmenskreisen erfuhr, soll der Stellenabbau über natürliche Fluktuation sowie ein Abfindungsprogramm auf freiwilliger Basis in Deutschland erfolgen. Damit könnte jeder elfte Job im Konzern wegfallen.

Betroffen sind vor allem Verwaltung, Entwicklung und Management

Rund 40.000 der etwa 80.000 Beschäftigten in Deutschland sollen ein Abfindungsangebot erhalten – knapp die Hälfte der deutschen Belegschaft. Das Programm startet im Oktober und läuft bis Ende 2027. Angesprochen werden Mitarbeiter außerhalb der direkten Produktion, also vor allem in Verwaltung, Entwicklung und Management. Besonders stark könnte deshalb der Stammsitz München betroffen sein, wo neben der Konzernverwaltung auch große Teile des Forschungs- und Innovationszentrums ansässig sind.

Abfindungen kosten BMW dreistelligen Millionenbetrag

Die Höhe der Abfindungen richtet sich nach Einkommen und Betriebszugehörigkeit. Allein für dieses Jahr plant BMW dafür einen dreistelligen Millionenbetrag ein. Wie viel 2027 hinzukommt, ist noch offen. BMW-Chef Milan Nedeljkovic (57) und Gesamtbetriebsratschef Martin Kimmich wollen die mit dem Betriebsrat ausgehandelten Pläne am Mittwoch auf einer Betriebsversammlung vorstellen. Der Konzern äußerte sich zunächst nicht zu den konkreten Abbauzahlen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Krise der deutschen Autoindustrie erreicht BMW

Der Sparkurs hatte sich bereits abgezeichnet. Nedeljkovic hatte erst im Mai den Chefposten von Oliver Zipse übernommen. Nur einen Monat später schockte BMW Anleger und Mitarbeiter mit einer deutlichen Gewinnwarnung. Absatz und Gewinn dürften 2026 niedriger ausfallen als bislang erwartet. Damit hat die Krise der deutschen Autoindustrie nun auch BMW erreicht. Lange kamen die Münchner besser durch die Flaute als Volkswagen, Mercedes, Audi oder Porsche. Doch auch BMW leidet unter dem schwachen China-Geschäft, dem wachsenden Preisdruck, US-Zöllen und hohen Entwicklungskosten.

Bereits vor dem neuen Sparprogramm war die Belegschaft geschrumpft: Von Mitte 2025 bis Mitte 2026 sank die Zahl der Mitarbeiter um rund 2000 auf knapp 154.000. Am Donnerstag legt BMW seine Halbjahreszahlen vor.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration