Ben Bobzien (23) ist ein Neuzugang, der eigentlich kein richtiger ist. Der Flügelflitzer fühlt sich bei Dynamo Dresden eher wie ein Rückkehrer. „Ich war ja nur kurz weg“, sagt Bobzien nach seinem endgültigen Wechsel von Mainz nach Dresden. Zwar war immer wieder vom Interesse von Paderborn und anderen Erst- und Zweitligisten an ihm zu hören, doch Bobzien verrät jetzt: „Meine Entscheidung für Dynamo ist schon relativ früh gefallen.“
Entscheidung für Dynamo schon früh gefallen
Wann genau fiel die Entscheidung? Bobzien: „Zum Ende der vergangenen Saison war ich von der Idee schon relativ angetan, hier zu bleiben. Die Rückrunde war da ausschlaggebend, die unfassbare Stimmung im Stadion. Aber auch das Gefüge in der Mannschaft und der Plan von Sportchef Sören Gonther, wie das hier die nächsten Jahre laufen soll, haben mir gefallen.“
Dass er jetzt fest verpflichtet wurde, hat für Bobzien nach zuletzt zwei Leihen noch einen entscheidenden Vorteil: „Jetzt muss ich meine Wohnung nicht mehr jedes Jahr kündigen“, lacht der Flügelflitzer. Die Suche nach einer neuen Bleibe steht bei ihm in den kommenden Tagen ganz oben auf der To-do-Liste. „Hier im Trainingslager habe ich ja außerhalb der Einheiten ein bisschen Zeit dafür. Dass Stefan Kutschke da gute Verbindungen hat, habe ich schon gehört.“ Da passt es gut, dass der Ex-Kapitän sogar mit im Ösi-Camp ist.
Freude über gelungenen Transfer
Überhaupt merkt man dem dribbelstarken Offensivmann seine Freude darüber an, dass der Transfer jetzt geklappt hat. „Ich habe mich von Anfang an in Dresden wohlgefühlt. Das ist eine schöne Stadt mit vielen Orten, wo man hingehen kann.“ Vor allem der Neumarkt mit seinen Restaurants rund um die Frauenkirche – zum Beispiel dem Augustiner – hat es „Bobby“ angetan. „Das mag ich einfach.“
Auch dass er viele Mitspieler und damit auch die Abläufe kennt, ist ein großes Plus. „Das alles hat mir die Entscheidung leicht gemacht.“ Selbst seine Freundin hat ihm dabei zugeredet. „Sie hat gemerkt, wie glücklich ich in Dresden war. Und will natürlich, dass ich auch weiterhin glücklich bin.“
Ablösesumme von rund einer Million Euro
Dass Dynamo Dresden – ähnlich wie für Innenverteidiger Thomas Keller – für ihn eine satte Ablöse von rund einer Million Euro hingeblättert hat, versucht Bobzien auszublenden. „Das ist nur eine Summe. Ob du nun 200.000, eine Million, fünf oder zehn kostest: Am Ende musst du immer auf dem Platz liefern.“ Nichts anderes will der Flügelflitzer jetzt tun. „Und zwar in jedem Spiel!“



