Er ist erst 16 Jahre alt, besitzt aber schon einen Marktwert von 20 Millionen Euro. Nun ist Kennet Eichhorn für knapp neun Millionen Euro Ablöse vom Zweitligisten Hertha BSC zum Bundesligisten Bayer Leverkusen gewechselt. Viele traurige Hertha-Fans hätten sich für das Mega-Talent eine deutlich höhere Summe gewünscht. Dabei ist auch Hertha ein Gewinner dieses Transfers.
Leverkusen beobachtete Eichhorn seit zwei Jahren
Was die wenigsten wissen: Bereits seit zwei Jahren ließ Leverkusen den Jungen aus Bernau intensiv beobachten und hatte ihn auf dem Wunschzettel. Vor einem Jahr bahnte sich nach Informationen der Bild-Zeitung ein Eichhorn-Wechsel zu Bayer an. Damals hatte er noch keinen Profivertrag bei Hertha, die Berliner hätten also bei einem möglichen Transfer viel weniger Geld für Eichhorn erhalten.
Herthas Sportdirektor Weber überzeugte Eichhorn zum Bleiben
Doch Herthas Sportdirektor Benjamin Weber, früher lange Nachwuchsboss der Hertha-Akademie, zeigte der Familie Eichhorn mit Vater Christian, Mutter Daniela und Kenny einen attraktiven Weg auf, um zu bleiben: direkte Beförderung ins Profitraining und Trainingslager, garantierte Spielzeit bei den Profis und ein besseres Gehalt. Eichhorn unterschrieb den Profivertrag in Berlin – eine Ausstiegsklausel im einstelligen Millionenbereich war die Kröte, die Hertha schlucken musste.
Eichhorns rasanter Aufstieg
Herthas Eichhorn-Plan ging auf! Kurz nach seinem ersten Profispiel am 10. August 2025 als jüngster Zweitligaspieler aller Zeiten erhielt Eichhorn den ersten Marktwert mit drei Millionen Euro. Nach elf Zweitligaspielen stieg der Wert auf 20 Millionen Euro. Nach dem verpassten Hertha-Aufstieg setzt Eichhorn seinen persönlichen Erfolgsweg nun in Leverkusen fort.
Hertha muss Transferüberschuss erwirtschaften
Weber sagt: „Wir haben Kenny im vergangenen Jahr überzeugen können, seine Entwicklung bei uns fortzusetzen, indem wir ihm eine klare Perspektive im Profibereich aufgezeigt haben. Seine schnelle und großartige Entwicklung im vergangenen Jahr konnten wir dann alle verfolgen und hat dazu geführt, dass er sich jetzt dafür entschieden hat, den nächsten Schritt zu gehen, in die Bundesliga zu wechseln und auf internationaler Bühne zu spielen.“
Was macht Hertha mit der Eichhorn-Ablöse? Die neun Millionen Euro Ablöse decken einen Großteil des angepeilten Transferüberschusses von 15 Millionen Euro ab. Diese Einnahmen sind wirtschaftlich notwendig. Groß einkaufen kann Hertha weiterhin nicht. Im Gegenteil: Weitere Star-Verkäufe, etwa Tjark Ernst, Fabian Reese oder Linus Gechter, stehen bevor.



