Die junge Marke Forster, seit 2013 als Ableger von Eura-Mobil am Markt, hat sich einen Ruf als preisgünstiger Anbieter praktischer Wohnmobil-Lösungen erarbeitet. Auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf (29. August bis 6. September 2026) präsentiert sie gleich mehrere Neuheiten, darunter einen Alkoven mit bis zu acht Schlafplätzen.
Alkoven A699 DVB: Acht Schlafplätze auf sieben Metern
Der Forster Alkoven A699 DVB basiert auf dem Ford Transit mit einem 130-PS-Diesel und einem hellgrau abgesetzten Fahrerhaus. Mit einer Länge von nur sieben Metern bietet der Grundriss acht Schlafplätze: ein breites Doppelbett im Alkoven, eine Dinette mit zwei Sitzbänken, die sich in eine Koje von 1,80 Meter Länge umwandeln lässt, sowie Stockbetten im Heck. Die untere Koje kann seitlich weggeklappt werden, um eine große Garage zu schaffen, das obere Bett ist höhenverstellbar. An Bord sind während der Fahrt sechs Personen erlaubt, da die Dinette vier gurtgesicherte Sitzplätze bietet – allerdings nur theoretisch, da das zulässige Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen bei voller Besetzung und Gepäck schnell erreicht ist.
Der Einstiegspreis liegt bei 59.000 Euro, doch dank günstiger Pakete wie der Travel Line (unter anderem mit 165-PS-Motor, Automatikgetriebe und Rückfahrkamera) oder dem Winterpaket (Gas- oder Dieselheizung) bleibt der Preis moderat. Das Modell profitiert zudem von einer Modellpflege: neues Außendesign mit flacheren Seitenschwellern, eine holzfreie GFK-Karosserie, eine Aufbautür mit zentraler Doppelverriegelung und ein neu geformter Alkoven mit 2,04 Meter Stehhöhe.
Teilintegrierte Flaggschiffe T745 und Coupé-Serie
Forster zeigt auch die teilintegrierten Modelle T745 EF und T745 QF. Mit 7,45 Metern Länge sind sie die Flaggschiffe und kosten ab rund 69.000 Euro. Die schmalere Coupé-Serie startet bei 56.000 Euro. Beide Baureihen nähern sich zum Modelljahr 2027 innen und außen an: Die Coupé-Fahrzeuge (2,05 Meter breit) übernehmen das Innenraumdesign mit grifflosen Möbelklappen, weißen Fronten, Ambientebeleuchtung und einem Boden in Schiffsplankenoptik vom großen Bruder (2,35 Meter breit). Die T-Modelle wiederum übernehmen die holzfreie Aufbaukonzeption und Möbelarchitektur vom Coupé. Die T745 EF bietet Einzelbetten und eine Face-to-Face-Sitzgruppe, die T745 QF ein Queensbett. Die breiten T-Modelle bauen auf dem Fiat Ducato mit 140 PS auf, die Coupé-Modelle auf dem Ford Transit. Letztere werden im neuen Jahrgang ausschließlich mit Dieselheizung angeboten. Den Einstieg markiert der TC599 HB mit klassischem Querbett ab 55.900 Euro.
Die kleineren Sechs-Meter-Teilintegrierten mit neuem Waschraum und schwenkbarer Duschwand kosten ab 63.900 Euro – fast 5000 Euro weniger als die großen Modelle.
Camper-Van Vantasy aufgewertet
Bei den Camper-Vans hat Forster die Vantasy-Baureihe überarbeitet. Dank neuer Möbelarchitektur wächst die Bewegungsfreiheit im Gang um acht Zentimeter, der Schrank bietet mehr Volumen und die Küche mehr Arbeitsfläche. Neu sind ein Variobad mit Schwenkwand und ein Schiffsplankenboden. Die Basis ist der Fiat Ducato mit 140 PS, der Preis bleibt unverändert bei 48.900 Euro.
Forster setzt damit auf ein Rezept, das an den Autohersteller Skoda erinnert: praxisnahe Lösungen und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit den zahlreichen Neuheiten auf dem Caravan-Salon will die Marke ihren Erfolgskurs fortsetzen.



