Borussia Mönchengladbach hat mit Jan Leszczyński (19) ein vielversprechendes Talent aus Polen verpflichtet. Der Innenverteidiger kommt von Legia Warschau für eine Ablösesumme von drei Millionen Euro – das Sechsfache seines bisherigen Marktwerts. Schon bei seiner Vorstellung machte der U-19-Nationalspieler klar, dass er nicht vorhat, sich lange hinten anzustellen.
„Möglichst viele Spiele absolvieren“
Leszczyński will sofort Druck auf die etablierten VfL-Stars wie Kevin Diks (29), Nico Elvedi (29) und Fabio Chiarodia (21) ausüben. Statt sich langsam hochzuarbeiten, geht er extrem mutig an die neue Herausforderung heran: „Möglichst viele Spiele zu absolvieren“, nennt er als eines seiner persönlichen Ziele nach dem Wechsel in den Borussia Park.
Starke Leistungen in Polen
Der 19-Jährige hat zuletzt viermal in der polnischen Ekstraklasa gespielt, nachdem er zuvor als Stammspieler bei Legia II in 23 Partien an vier Toren beteiligt war. 2024 musste er wegen eines Kreuzbandrisses lange pausieren, kämpfte sich aber erfolgreich zurück. Mit 1,90 Metern Körpergröße bringt er viel Gefahr bei Offensivstandards mit. Seine Stärken beschreibt er bei borussia.de: „Ich bin beidfüßig, das ist sicherlich eine meiner größten Stärken. Außerdem bin ich aggressiv in den Zweikämpfen, kopfballstark und versuche, jedes Duell mit voller Entschlossenheit zu führen. Ich bin ein Spieler, der immer alles für seine Mannschaft gibt, genau das möchte ich auch bei Borussia einbringen.“
Trainer Polanski als Vorbild
Dass er mit Eugen Polanski (40) einen Coach bekommt, der 19 Mal für die polnische Nationalmannschaft gespielt hat, freut den Landsmann besonders: „Natürlich ist das etwas Besonderes. Ich freue mich sehr darauf, mit ihm zusammenzuarbeiten und von seiner Erfahrung zu profitieren.“ Auch dass Borussia jungen Spielern wie zuletzt Wael Mohya (17) den Weg in die Bundesliga ermöglicht, war ein entscheidender Grund für seinen Wechsel: „Das hat eine sehr große Rolle gespielt. Ich habe mich intensiv über Borussia informiert und weiß, dass der Verein junge Spieler hervorragend entwickelt. Das war einer der wichtigsten Gründe für meinen Wechsel.“
Konkurrenzkampf in der Abwehr
Spannend wird nun, wie Polanski die Plätze in der Abwehr verteilt. Da es keine Fünferkette mit drei Innenverteidigern mehr geben wird, muss Leszczyński einen der Platzhirsche verdrängen. Der Kampf um die Stammplätze ist somit eröffnet.



