Max Hagemoser (23) beendet seine Profifußball-Karriere und schließt sich dem SV Pastow in der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern an. Der frühere Torwart des Drittligisten Hansa Rostock wechselt damit in die sechste Liga. Für den Sechstligisten ist die Verpflichtung ein echter Transfercoup.
Vom Profi zum Sechstligisten
Hagemoser galt lange als eines der größten Torwarttalente im Nordosten Deutschlands. Seine Karriere führte ihn über Hansa Rostock, RB Leipzig und den 1. FC Köln. Doch Verletzungen und die Corona-Pause bremsten seinen Aufstieg aus. Der Durchbruch bei Hansa Rostock blieb aus.
Hinter dem Wechsel nach Pastow steckt eine besondere Geschichte. In den vergangenen zwei Jahren trafen Hansa Rostock und der SV Pastow zweimal im Finale des MV-Landespokals aufeinander. Zweimal gewann der Favorit aus der 3. Liga deutlich – 2025 mit 7:0, 2026 mit 3:0. Bereits nach dem Endspiel 2025 stieg Hagemoser in den Bus der Pastower und fuhr mit dem damaligen Gegner nach Hause. Der 23-Jährige hatte Bekannte im Team. Nun werden aus Bekannten Teamkollegen.
Freude beim SV Pastow
Beim Sechstligisten ist die Freude riesig. Sportchef Tom Kleiminger sagt: „Dass wir Max verpflichten konnten, freut uns riesig. Es zeigt, dass unser Umfeld attraktiv ist und wir ehemaligen Profis eine sportliche Heimat bieten können.“
Karriereknick nach vielversprechendem Start
2014 wechselte Hagemoser aus Rühn in den Nachwuchs von Hansa Rostock. Drei Jahre später folgte der Schritt in die Talentschmiede von RB Leipzig. Nach einer kurzen Leihe zurück nach Rostock schloss er sich 2019 dem 1. FC Köln an. Dort verpasste er aufgrund einer Schulterverletzung fast die komplette Saison der U19-Bundesliga West. Kurz darauf stoppte die Corona-Pandemie den Spielbetrieb für Monate.
2022 kehrte Hagemoser zu Hansa Rostock zurück. Im Profikader – zunächst in der 2. Bundesliga, dann in der 3. Liga – gelang ihm der Durchbruch nicht. Seine letzten Minuten für Hansa absolvierte er am letzten Spieltag der vergangenen Drittligasaison. Beim 4:3-Auswärtssieg gegen den 1. FC Saarbrücken wurde er eingewechselt. Sein Vertrag lief im Sommer aus und wurde nicht verlängert.
Zukunft jenseits des Fußballs
Neben dem Fußball studiert Hagemoser in Vollzeit Immobilienmanagement. Der Wechsel nach Pastow ermöglicht ihm, Beruf und Sport besser zu vereinbaren.



