Hertha verliert Juwel Eichhorn an Bayer: Das bedeutet der Transfer
Hertha verliert Juwel Eichhorn: Transfer zu Bayer

Hertha BSC verliert ein weiteres hochveranlagtes Talent: Der 16-jährige Kennet Eichhorn wechselt für eine Ablösesumme im niedrigen zweistelligen Millionenbereich zu Bayer Leverkusen. Für den finanziell angeschlagenen Zweitligisten ist der Abgang kaum zu vermeiden, wie Sportdirektor Benjamin Weber betonte: „Es gehört dazu und wird unser Weg sein, Spieler auszubilden und sie dann idealerweise lange bei uns zu entwickeln – aber irgendwann kommt der Punkt, an dem sie den nächsten Schritt gehen.“

Eichhorns rasanter Aufstieg

Der gebürtige Bernauer hatte in seiner ersten Profi-Saison für Furore gesorgt: Er wurde zum jüngsten Zweitliga-Spieler und -Torschützen der Geschichte und gilt als eine der größten Zukunftshoffnungen des deutschen Fußballs. Schon im vergangenen Sommer musste Hertha Überzeugungsarbeit leisten, um ihn zu halten. Nun zieht es ihn früher als erwartet zu einem Spitzenclub.

Sportlicher Verlust für Hertha

Sportlich ist der Transfer ein herber Schlag für das Team von Trainer Stefan Leitl. Eichhorn hätte mit einem Jahr mehr Erfahrung eine noch zentralere Rolle im Berliner Spiel einnehmen können. Weber zeigte sich dennoch stolz: „Natürlich hätten wir einen so unfassbar talentierten Spieler gerne weiterhin mit der Fahne auf der Brust gesehen. Nichtsdestotrotz macht es uns sehr stolz, dass wir ihn bis hierhin in seiner Entwicklung begleiten durften.“

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Finanzielle Entlastung

Finanziell bringt der Transfer dringend benötigte Einnahmen. Geschäftsführer Peter Görlich hatte nach der enttäuschenden Saison von einem „Transfererlösdruck“ gesprochen. Ziel ist ein Überschuss in niedriger zweistelliger Millionenhöhe. Eichhorns Ausstiegsklausel lag knapp unter zehn Millionen Euro – deutlich unter seinem Marktwert, aber dennoch eine Summe, die Herthas Handlungsspielraum vergrößert. Weitere Abgänge von Leistungsträgern wie Tjark Ernst, Marton Dardai oder Kapitän Fabian Reese sind wahrscheinlich, um den Kader umzubauen.

Warum Leverkusen die richtige Wahl ist

Eichhorn entschied sich gegen Interesse von Liverpool, Real Madrid und Bayern München für Bayer Leverkusen. Ein kluger Schritt: Der Druck ist geringer, und unter dem neuen Trainer Carles Martínez hat er gute Chancen auf Spielpraxis. Zuvor hatte Leverkusen bereits den ehemaligen Hertha-Jugendtrainer Konstaninos Kotsifakis verpflichtet, der Eichhorn kennt. Spieler wie Kai Havertz und Florian Wirtz zeigen, dass Leverkusen ein hervorragendes Umfeld für die Entwicklung zu einem internationalen Topspieler bietet. Auch Ex-Herthaner Ibrahim Maza feierte nach seinem Wechsel zu Bayer seinen Durchbruch. Eichhorn selbst sagte: „Ich werde alles einsetzen, um hier einen ähnlichen Weg zu gehen.“

Wer füllt die Lücke bei Hertha?

Paul Seguin dürfte im defensiven Mittelfeld gesetzt sein. Trainer Leitl plant laut „Bild“-Zeitung, Michael Cuisance vom Zehner zum Sechser umzuschulen. Auch Boris Mamuzah Lum (18), vor Eichhorn Herthas jüngster Profispieler, könnte eine größere Rolle bekommen.

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