Die Verpflichtung von Berk Inaler (26 Jahre, kommt vom SV Sandhausen) klingt wie ein Startschuss für die Titeljagd beim FC Rot-Weiß Erfurt. Während Sportchef Franz Gerber die Erwartungen zuletzt noch bremste, spricht sein Sohn und Trainer Fabian mit solchen Transfers eine ganz andere Sprache. Schon die Nachricht, dass mit Jean-Philippe Njike Nana nur ein „Talent“ an den Steigerwald wechselt, war untertrieben. Nana mag auf dem Papier unauffällig wirken, kickte aber bereits in der U17- bis U19-Nationalmannschaft und ist gerade einmal 20 Jahre alt.
Schießbude soll abgedichtet werden
Fabian Gerbers Plan ist klar: Die 47 Gegentore der abgelaufenen Saison waren definitiv viel zu viel. Der FC Rot-Weiß will hinten die Schotten dicht machen und sich eine bessere Ausgangsposition im Titelkampf nicht durch zu viele Gegentreffer verbauen. Mit Inaler hat Gerber jetzt den vierten „Sechser“ im Kader – und auf den ersten Blick scheint keiner davon entbehrlich zu sein. Denn mit Kapitän Til Linus Schwarz, Benny Boboy und Benjika Caciel streiten sich gleich drei Stammspieler um die Position neben Inaler, die Gerber im System maximal doppelt besetzt. Das bedeutet: Luxusprobleme auf der Bank und ein massiver Qualitätsschub.
Boboy und Schwarz müssen zittern
Zwar könnten Boboy und Caciel als Defensivkräfte auf die Außenverteidiger-Positionen ausweichen, und auch Kapitän Schwarz half schon in der Innenverteidigung aus. Doch Fakt ist: Ihre Stärke haben alle als Abräumer vor der Abwehr. Da Gerber seine Kette ohnehin neu aufstellt, lautet das Motto ab jetzt: Verschärfung des Konkurrenzkampfs! Für einen könnte es besonders eng werden: Kapitän Til Linus Schwarz, der als verletzungsanfällig gilt, hat wohl trotz Binde die schlechtesten Karten im Stammplatz-Kampf. Aber auch Boboy gilt auf dem Platz durchaus manchmal als vogelwild, phasenweise unbeherrscht und weniger erfahren.
Fazit
Mit Inaler bekommt RWE, vorausgesetzt er bleibt fit, eine echte Stabilitäts-Garantie vor die Abwehrkette. Die Konkurrenz in der Liga und im Klub darf sich warm anziehen! Der Konkurrenzkampf im Mittelfeld wird nun noch intensiver, und die Spieler müssen sich beweisen, um einen Stammplatz zu ergattern. Die Fans können gespannt sein, wie sich die Mannschaft unter dem neuen Druck entwickelt.



