Linda Ronstadt wird 80: Die erste weibliche Superstar des Rock
Linda Ronstadt wird 80: Die Königin des Rock

Linda Ronstadt, die als „erster weiblicher Solo-Superstar unserer Zeit“ gilt und die „Königin des Rock“ genannt wurde, feiert heute ihren 80. Geburtstag. Die US-Sängerin, die in den 1970er Jahren mit Alben wie „Heart Like a Wheel“ und Hits wie „You're No Good“ und „Don't Know Much“ Weltruhm erlangte, musste ihre Karriere 2013 aufgrund einer seltenen Nervenerkrankung beenden. „Ich kann nicht eine Note mehr singen“, erklärte sie damals. Ihr Leben wird nun in einem Biopic verfilmt, in dem Selena Gomez die Hauptrolle spielen soll.

Vom Folk zum Rock-Superstar

Geboren wurde Linda Ronstadt 1946 in Tucson, Arizona, nahe der mexikanischen Grenze. Ihre deutschen Vorfahren väterlicherseits prägten ihren Nachnamen. Aufgewachsen in einer musikalischen Familie, zog sie nach der Schule an die Westküste und feierte erste Erfolge mit der Folk-Gruppe The Stone Poneys. Rückblickend sagte sie dem AARP-Magazin: „Oh Gott! Wir waren so schrecklich. Ich habe erst so etwa ab 1980 angefangen, wirklich gut zu singen.“ Millionen Fans weltweit sahen das anders.

In den 1970er Jahren wurde Ronstadt zum Superstar: Sie füllte Stadien, verkaufte Millionen Platten und war die bestbezahlte Frau der Musikbranche. Sie gewann mehrere Grammys und wurde in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen. Insgesamt veröffentlichte sie rund zwei Dutzend Alben und experimentierte mit Genres wie Country, Jazz, Punk, Musical, Oper und Mariachi.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Karriereende durch Krankheit

2013 machte Ronstadt ihre Erkrankung öffentlich: Sie leidet an einer seltenen Nervenkrankheit, die der Parkinson-Krankheit ähnelt. Seitdem hat sie sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. „Die Sachen, von denen ich erwartet habe, dass ich sie an diesem Punkt meines Lebens machen würde – im Garten arbeiten, Stricken, Reisen zum Spaß und nicht wegen der Arbeit – die kann ich alle nicht mehr machen“, sagte sie dem AARP-Magazin. Im „New Yorker“ ergänzte sie: „Ich habe es einfach akzeptiert. Es gibt absolut nichts, was ich dagegen machen kann.“ Am meisten vermisse sie es, Live-Musik zu erleben. „Aber meine Freunde kommen zu mir und machen Musik und das ist sowieso auch, wo ich es am liebsten mag: Im Wohnzimmer.“

Privatleben und Vermächtnis

Ronstadt hielt ihr Privatleben stets aus der Öffentlichkeit heraus. Sie hatte Beziehungen unter anderem mit dem früheren Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, dem Schauspieler Steve Martin und Star-Regisseur George Lucas. Sie adoptierte zwei Kinder. „Ich musste nicht heiraten“, sagte sie dem „New Yorker“. „Ich weiß nicht, ob irgendjemand heiraten muss. Wenn sie es machen, unterstütze ich sie. Aber ich musste nicht heiraten. Ich hatte mein eigenes Leben.“

Ihre Kollegin Dolly Parton beschrieb Ronstadt als extreme Perfektionistin: „Sie kann manchmal echt nerven, weil sie so eine Perfektionistin ist. Sie ist einfach nicht zufrieden, bevor es nicht perfekt ist. Sie hat mich früher immer gezwungen, die Begleitstimme immer nochmal und nochmal zu singen.“

Heute lebt Ronstadt in San Francisco, schreibt Bücher und arbeitet an Dokumentarfilmen mit. Ein Biopic mit Selena Gomez in der Hauptrolle ist in Arbeit. Ihr Einfluss auf die Musikwelt bleibt unbestritten: Sie ebnete den Weg für Künstlerinnen wie Taylor Swift, Madonna und Beyoncé.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration