Lufthansa: Handgepäck im neuen Economy-Basic-Tarif jetzt kostenpflichtig
Lufthansa: Handgepäck im Economy-Basic-Tarif kostenpflichtig

Die Sommerferien haben begonnen, und an den Flughäfen herrscht Hochbetrieb. Passagiere, die mit Lufthansa fliegen, sollten vor dem Abflug unbedingt ihre Buchungsbestätigung prüfen. Denn der neue Economy-Basic-Tarif der Lufthansa Group schließt einen Kabinentrolley nicht mehr automatisch ein. Wer dennoch mit einem Rollkoffer am Gate erscheint, muss mit saftigen Zusatzkosten rechnen.

Was der Economy-Basic-Tarif beinhaltet

Seit einigen Wochen führt die Lufthansa Group schrittweise den neuen Economy-Basic-Tarif auf ausgewählten Kurz- und Mittelstrecken ein. Laut der Airline richtet sich das günstigere Angebot vor allem an Tagesreisende mit wenig Gepäck. Im Economy-Basic-Tarif ist nur ein persönlicher Gegenstand enthalten, wie eine Laptoptasche oder ein kleiner Rucksack. Dieser darf maximal 40 × 30 × 15 Zentimeter groß sein und muss unter den Vordersitz passen.

Ein klassischer Kabinentrolley gehört bei diesem Tarif nicht zum Leistungsumfang. Wer trotzdem einen Rollkoffer mitnehmen möchte, muss ihn als Zusatzleistung buchen. Lufthansa ermöglicht dies online bis spätestens zwei Stunden vor dem Abflug. Die genauen Gebühren nennt die Airline nicht pauschal, sie variieren je nach Strecke.

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Hohe Kosten am Gate

Besonders teuer wird es, wenn Reisende den Kabinentrolley nicht vorher anmelden und erst am Gate mit nicht zulässigem Handgepäck erscheinen. Dann wird der Koffer abgenommen und kostenpflichtig im Frachtraum transportiert. Die Gebühren dafür liegen je nach Strecke zwischen 60 und 110 Euro.

Ein Lufthansa-Sprecher betonte gegenüber TRAVELBOOK: „Die weiteren Tarife haben ein kostenloses Handgepäckstück/Rollkoffer inklusive. Es ändert sich also nichts an den bestehenden Tarifen. Es gibt nur ein weiteres Produkt, das Kunden wählen können.“ Der neue Tarif sei lediglich eine zusätzliche Wahlmöglichkeit.

Verbraucherschützer üben Kritik

Vor der Reise lohnt sich ein Blick in die Buchungsbestätigung. Dort ist genau aufgeführt, welcher Tarif gebucht wurde und welche Gepäckstücke enthalten sind. So lassen sich unerwartete Zusatzkosten am Flughafen vermeiden. Verbraucherschützer kritisieren den neuen Tarif jedoch: Sie bemängeln, dass Flugreisen immer stärker in einzelne Zusatzleistungen aufgeteilt werden. Der Trend zu immer mehr Extra-Gebühren setze sich fort und führe zu einer Intransparenz für die Kunden.

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