Der angeschlagene Sportwagenbauer Porsche AG hat sein operatives Ergebnis im ersten Halbjahr 2026 trotz eines deutlichen Absatzrückgangs um ein Drittel gesteigert. Wie aus den Geschäftszahlen des Mutterkonzerns Volkswagen hervorgeht, erwirtschaftete die allein aus Porsche bestehende Markengruppe „Sport Luxury“ einen operativen Gewinn von 1,35 Milliarden Euro, nach 1,01 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einem Anstieg von rund 34 Prozent. Im Vorjahr war der Gewinn noch um zwei Drittel eingebrochen.
Umsatz und Absatz im Detail
Der Umsatz schrumpfte um fünf Prozent auf 17,3 Milliarden Euro. Die positive Gewinnentwicklung sei das Ergebnis „der umfassenden Neuausrichtung des vergangenen Jahres, einer starken Preis- und Mixqualität sowie niedrigerer Belastungen aus Rückstellungen aus 2025“, erklärte Volkswagen. Der Absatz sank im ersten Halbjahr um 16 Prozent auf rund 121.000 Fahrzeuge.
Krisenfaktoren und Gegenmaßnahmen
Porsche steckt in der Krise, weil das Geschäft in China eingebrochen ist, die gestiegenen US-Zölle belasten und die hohen Investitionen in Elektroautos sich nicht auszahlen. Porsche-Chef Michael Leiters verschärft den im vergangenen Jahr schon eingeleiteten Spar- und Schrumpfkurs. In der kommenden Woche will der Stuttgarter Autobauer die Belegschaft und die Öffentlichkeit über das zweite Paket an Stellenstreichungen informieren. Nach Medienberichten sollen in den kommenden Jahren mindestens 5000 Arbeitsplätze wegfallen, nachdem im vergangenen Jahr bereits der Abbau von 3900 Jobs beschlossen worden war.



