Porsche-Stellenabbau: 5000 Jobs gestrichen – Kosten von Hunderten Millionen Euro
Porsche-Stellenabbau: 5000 Jobs – Kosten von Hunderten Millionen

Porsche kündigt Abbau von 5000 Stellen an – Kosten in Milliardenhöhe

Der Sportwagenhersteller Porsche, eine Tochtergesellschaft der Volkswagen AG, hat Anfang der Woche den Abbau von 5000 Arbeitsplätzen in der Region Stuttgart bis zum Jahr 2035 angekündigt. Die damit verbundenen „Rekalibrierungskosten“ werden nach Angaben von Finanzvorstand Jochen Breckner im zweiten Halbjahr 2026 voraussichtlich einen dreistelligen Millionenbetrag erreichen. Auch für das Jahr 2027 rechnet das Unternehmen mit Belastungen in ähnlicher Größenordnung. Langfristig erwartet Breckner ein jährliches Einsparpotenzial im mittleren dreistelligen Millionenbereich, erste Netto-Einspareffekte sollen jedoch erst 2028 eintreten.

Maßnahmenpaket mit Standortsicherung und Investitionen

Das zwischen dem Management und dem Gesamtbetriebsrat ausgehandelte „Zukunftspaket“ sieht neben dem Stellenabbau eine Verlängerung der Standortsicherung vor. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis Ende 2035 ausgeschlossen. Gleichzeitig investiert Porsche 2,1 Milliarden Euro in das Stammwerk in Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum in Weissach bei Stuttgart. Diese Investitionen werden unter anderem durch Einschnitte bei den Tariferhöhungen und Kürzungen des Weihnachtsgeldes finanziert.

Hintergrund: Tiefe Unternehmenskrise und bereits zweites Sparpaket

Der Stellenabbau ist die Reaktion auf eine anhaltende Unternehmenskrise. Bereits im Februar 2025 hatte Porsche den Abbau von rund 1900 Stellen in der Region Stuttgart bis 2029 vereinbart. Zusätzlich liefen etwa 2000 befristete Verträge aus. Insgesamt wird die VW-Tochter in den nächsten Jahren mehr als jede dritte Stelle in ihrer Heimat streichen. Der Stellenabbau soll sozialverträglich über natürliche Fluktuation, demografische Effekte, Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge erfolgen. An den Verhandlungen waren die IG Metall und der Arbeitgeberverband Südwestmetall beteiligt. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und langfristig möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern.

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Branchenweite Krise: Auch BMW baut Stellen ab

Porsche ist nicht der einzige deutsche Autobauer mit Sparplänen. Erst am Mittwoch kündigte BMW den Abbau von 8000 Arbeitsplätzen an, viele davon in Deutschland. Die gesamte Automobilbranche leidet unter sinkenden Gewinnen und einem verschärften Wettbewerbsdruck, insbesondere aus China.

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