Renault-Absatz im ersten Halbjahr leicht gesunken
Renault-Absatz im ersten Halbjahr leicht gesunken

Der französische Autobauer Renault hat im ersten Halbjahr 2026 einen leichten Absatzrückgang verzeichnet. Wie das Unternehmen mitteilte, wurden weltweit 1,17 Millionen Autos und Transporter verkauft, was einem Minus von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Als Hauptgrund nannte Renault die wachsende Konkurrenz aus China auf dem europäischen Heimatmarkt.

Absatzentwicklung im Detail

Im ersten Quartal 2026 hatte der Rückgang noch 3,3 Prozent betragen. Die Verbesserung im zweiten Quartal führt Renault auf eine strategische Neuausrichtung zurück: Der Konzern stellt die Profitabilität über reine Verkaufszahlen. In Frankreich, dem wichtigsten Markt, wurde der Verkauf von margenschwächeren Fahrzeugen an Autovermietungen reduziert, um das Privatkundengeschäft zu stärken.

Erfolg des Elektromodells R5

In Europa, wo Renault mehr als 70 Prozent seiner Verkäufe erzielt, konnte die Kernmarke dank des Erfolgs des Elektromodells R5 ein Absatzplus von 2,6 Prozent verbuchen. Die Billigtochter Dacia hingegen verzeichnete einen Rückgang von 8,7 Prozent. Dacia leidet unter einem begrenzten Elektro-Angebot, das sich auf das aus China importierte Modell Spring beschränkt.

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Wachsender Druck durch chinesische Hersteller

Renault zufolge macht sich das Wachstum chinesischer Marken in Europa zunehmend bemerkbar. Die Nachfrage nach Elektroautos, bei denen Hersteller aus der Volksrepublik mit sehr wettbewerbsfähigen Preisen punkten, habe sich seit dem durch den Iran-Krieg ausgelösten Anstieg der Kraftstoffkosten beschleunigt. Die vollständigen Halbjahreszahlen will Renault am 30. Juli vorlegen.

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