Renault Clio Gebrauchtwagen-Check: Diese Schwächen zeigt der TÜV
Renault Clio Gebrauchtwagen-Check: TÜV-Schwächen

Der Renault Clio prägt seit 36 Jahren den Kleinwagenmarkt. Nicht immer hinterließ er allerdings beim TÜV einen guten Eindruck. Doch Besserung ist in Sicht. Die fünfte Generation des Clio hat Renault zwischen Ende 2019 und Ende 2025 produziert. Der seit 1990 erhältliche Kleinwagen ist seit Anfang 2026 in der sechsten Generation am Start.

Qualität

Im Vergleich zu den Vorgängergenerationen drei und vier schlägt sich die fünfte bei den Hauptuntersuchungen (HU) deutlich besser. Die Qualitätsfortschritte machen sich besonders beim Fahrwerk bemerkbar. Achsaufhängungen und Achsfedern geben keinen Anlass zur Kritik, die Lenkung fällt allerdings bei vier bis fünfjährigen Probanden negativ auf. Der Lichttest bereitet ebenfalls häufig Probleme und die Funktionsweise der Bremsen verursacht bei den TÜV-Experten zumindest Stirnrunzeln. Unproblematisch gestaltet sich dagegen der Check der Umweltkriterien (Abgasanlage und Ölverlust).

Karosserie und Innenraum

Mit 4,05 Meter Länge ist der Clio V dem Kleinwagen-Format treugeblieben. Die Proportionen sind stimmig. Die Dreitürer-Optik täuscht jedoch. Die Griffe der Fondtüren sind gut getarnt, der Clio wurde ausschließlich als Fünftürer offeriert. Vorne geht es luftig zu, im Fond müssen langgewachsene Nutzer bei der Kniefreiheit mit Einschränkungen rechnen. Das Kofferraumvolumen variiert je nach Stellung der Rücksitzlehnen zwischen 391 und 1.096 Litern. Die Qualitätsanmutung der verwendeten Materialien ist ordentlich; die Wohlfühlanmutung hängt von der gewählten Ausstattung sowie der Bereitschaft der Erstkäufer ab, in Extras zu investieren. Das Ende 2024 umgesetzte Facelift brachte unter anderem eine neue Front mit größerem Kühlergrill und ein geändertes Heck. Das Armaturenbrett wurde überarbeitet, ein digitales Cockpit hielt Einzug.

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Motoren und Antrieb

Den Einstieg markiert ein 1,0-Liter-Dreizylinder ohne Turbounterstützung, der mit 48 kW/65 PS oder 54 kW/73 PS bis zum Facelift im Angebot war. Danach bis zum Produktionsende gab es den Sauger mit 49 kW/67 PS. Spritziger geht es mit dem 74 kW/100 PS starken 1,0-Liter-Turbo zu. Mit einem Durchschnittsverbrauch von rund 5 Litern liegt er auf dem Niveau der Sauger. Eine Flüssiggasversion (LPG) des Turbos war bis Ende 2023 im Programm. Leistungstechnisch eine Schippe drauf legt der 1,3-Liter-Vierzylinder, der zunächst mit 96 kW/130 PS und ab 2021 mit 103 kW/140 PS zu haben war. Wer einen sparsamen Benziner sucht, hält Ausschau nach den 140 PS starken Vollhybriden (E-Tech Hybrid), der laut Norm nur rund vier Liter Sprit auf 100 Kilometern benötigt. Ein 1,5-Liter-Diesel mit 63 kW/85 PS oder 85 kW/115 PS war ebenfalls verfügbar. Von Mitte 2021 bis Mitte 2023 beschränkte Renault das Selbstzünderangebot auf eine Ausbaustufe mit 100 PS. Je nach Motorisierung erfolgt die Kraftübertragung an die Vorderachse über manuelle Fünf- oder Sechsganggetriebe oder Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (EDC).

Ausstattung und Sicherheit

Der Clio wurde in den bekannten Renault-Ausstattungslinien angeboten, darunter „Life“, „Experience“, „Intens“, „Zen“, R.S. Line und „Initiale Paris“. Das Basisniveau war ausschließlich dem 65-PS-Einstiegsbenziner vorbehalten und hatte zum Beispiel keine Klimaanlage an Bord. Erstkäufer konnten sie jedoch in Kombination mit einem Audiosystem dazubuchen. Wer Wert auf Komfort legt, sucht – typisch für Kleinwagen – nach höheren Niveaus. Diese bieten etwa Klimaautomatik, Alufelgen, digitales Cockpit, Navi oder zusätzliche Assistenten. Interessenten schauen am besten genau hin, über welche Details ihr Wunschmodell verfügt.

Fazit

Der Renault Clio ist auch in der fünften Generation ein handlicher Kleinwagen geblieben. Das Motorenangebot reicht von einem kleinen Sauger bis zu einem sparsamen Vollhybriden. Auch wenn der kleine Franzose sich beim TÜV besser schlägt als seine Vorgänger: Interessenten sollten auf eine frische HU-Plakette achten. Nach Auswertung von mobile.de werden aktuell knapp 3.000 gebrauchte Clio-Modelle der fünften Generation auf dieser Plattform zum Kauf angeboten. Los geht es ab rund 5.000 Euro.

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