Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich in Rumänien das größte internationale Auftragspaket seiner jüngeren Unternehmensgeschichte gesichert. Wie der Düsseldorfer Konzern am Dienstag mitteilte, bestellt der NATO- und EU-Staat ein milliardenschweres Rüstungspaket. Die Aufträge umfassen die Fertigung von Gefechtsfahrzeugen, Flugabwehrsystemen, Munition und Munitionskomponenten sowie vier Marineschiffen. Der Gesamtwert beläuft sich auf 5,7 Milliarden Euro. Die entsprechenden Verträge seien bereits unterzeichnet.
Lieferung von knapp 300 Lynx-Panzern
Ein zentraler Bestandteil des Auftrags ist die Lieferung von knapp 300 Lynx-Panzern. Die Auslieferungen sollen im Jahr 2028 beginnen und bis 2030 abgeschlossen sein. Rheinmetall wird zur Realisierung der Aufträge seine bereits seit vielen Jahren in Rumänien vorhandenen Kapazitäten deutlich ausweiten. Ein Technologietransfer ist ebenfalls vorgesehen. Ein Großteil der Wertschöpfung erfolgt in Rumänien.
Bedeutung für die europäische Sicherheitsvorsorge
Rheinmetall-Chef Armin Papperger zeigte sich erfreut über den Erfolg. „Dies ist ein bedeutender Erfolg für uns. Dies bestätigt auch unseren Anspruch, unsere Rolle als eine der industriellen Stützen der europäischen Sicherheitsvorsorge weiter auszubauen“, sagte er. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine wird die westliche Rüstungsindustrie für die Stärkung der Streitkräfte dringend benötigt.
Auswirkungen der US-Politik
Das Abrücken der US-Regierung unter Präsident Donald Trump von der NATO und der geplante Abzug von US-Truppen aus Deutschland dürften die Nachfrage aus Europa nach Waffen und Munition weiter ankurbeln. Rheinmetall profitiert somit von der gestiegenen Bedeutung der europäischen Verteidigungsfähigkeit.
Der Auftrag in Rumänien ist ein weiterer Meilenstein für den Konzern, der seine Produktionskapazitäten in Osteuropa kontinuierlich ausbaut. Die Entscheidung für Rumänien unterstreicht die strategische Bedeutung des Landes für die NATO-Ostflanke.



