Der amerikanische Elektroautohersteller Rivian hat in den USA die Auslieferung seines neuen Mittelklasse-SUV R2 gestartet. Gleichzeitig veröffentlichte das Unternehmen weitere Details sowie die Preisgestaltung für die neue Baureihe. Das Modell soll frühestens 2027 auch nach Europa kommen.
Positionierung und Abmessungen
Mit einer Länge von rund 4,70 Metern positioniert sich der R2 deutlich unterhalb des 5,10 Meter langen SUV R1S, das Rivian bereits seit mehreren Jahren in den USA anbietet. Dadurch will der Hersteller neue Käuferschichten erschließen und auch international expandieren.
Marktstart und Topversion
Zum Marktstart wird zunächst die Topversion Performance ausgeliefert. Sie kostet rund 58.000 Dollar, umgerechnet etwa 50.000 Euro. Der zweimotorige Allradantrieb leistet 489 kW (665 PS) und ermöglicht einen Sprint von 0 auf 100 km/h in weniger als vier Sekunden. Die Reichweite gibt Rivian mit rund 530 Kilometern nach dem US-amerikanischen EPA-Zyklus an. Zur besonderen Ausstattung zählen unter anderem ein semiaktives Fahrwerk sowie die Außenfarbe „Launch Green“.
Weitere Ausstattungslinien
Noch Ende 2026 soll die Ausstattungslinie Premium zu Preisen ab rund 54.000 Dollar folgen. Anfang 2027 ergänzt Rivian das Angebot um eine heckgetriebene Long-Range-Version für 48.500 Dollar. Im Sommer desselben Jahres soll schließlich die Basisvariante Standard starten, deren Preis umgerechnet bei rund 39.000 Euro liegen dürfte.
Innenraum und Stauraum
Im Innenraum setzt der R2 auf ein variables Raumkonzept mit umklappbarer 40:20:40-Rücksitzlehne und bis zu 2.550 Litern Stauraum. Hinzu kommt ein Frontkofferraum. Das aufgeräumte Cockpit bietet zwei Displays sowie haptische Bedienelemente am Lenkrad. Ein sprachgesteuerter KI-Assistent soll zahlreiche Fahrzeugfunktionen auch ohne Internetverbindung steuern können.
Technologie und Assistenzsysteme
Technisch versteht Rivian den R2 als softwaredefiniertes Fahrzeug. Eine 5G-Anbindung, Over-the-Air-Updates sowie eine KI-fähige Elektronikarchitektur sollen den Funktionsumfang über die gesamte Nutzungsdauer erweitern. Für Fahrerassistenzsysteme sind elf Kameras und fünf Radarsensoren an Bord. In den USA wird zudem ein erweitertes teilautonomes Fahrsystem namens Autonomy+ angeboten.
Mit dem R2 will Rivian, das auch Partner von Volkswagen ist, seine Marktpräsenz ausbauen und neue Kundensegmente erreichen. Die Expansion nach Europa ist ein wichtiger Schritt für das Unternehmen.



