Tesla Grünheide trotz Absatzeinbruch 2025 hochprofitabel
Tesla Grünheide trotz Absatzeinbruch profitabel

Teslas deutsche Fabrik in Grünheide hat dem US-Konzern auch im Jahr 2025 Millionengewinne beschert. Dies geht aus dem aktuellen Geschäftsbericht hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Erstaunlich ist dies vor allem, weil die weltweiten Verkaufszahlen des Elektroautobauers im vergangenen Jahr deutlich einbrachen und auch die Produktion in Grünheide rückläufig war.

Gewinn trotz globaler Absatzflaute

Während Tesla international mit sinkender Nachfrage zu kämpfen hatte, blieb das Brandenburger Werk ein profitabler Standort. Nach Unternehmensangaben erwirtschaftete die Fabrik einen Gewinn im zweistelligen Millionenbereich. Die genauen Zahlen wurden nicht veröffentlicht, doch Insider sprechen von einem „bemerkenswerten Ergebnis“ angesichts des schwierigen Marktumfelds.

„Die Effizienzsteigerungen und die hohe Nachfrage in Europa haben uns geholfen, die Verluste in anderen Regionen auszugleichen“, sagte ein Tesla-Sprecher. Das Werk in Grünheide habe seine Produktion optimiert und die Kosten gesenkt, was sich nun auszahle.

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Expansionspläne trotz Gegenwind

Trotz der weltweiten Absatzprobleme plant Tesla, die Kapazitäten in Grünheide weiter auszubauen. Bereits im kommenden Jahr soll die Produktion auf bis zu 500.000 Fahrzeuge pro Jahr hochgefahren werden. Dafür sind Investitionen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro vorgesehen.

„Wir sehen in Europa weiterhin großes Potenzial“, erklärte der Sprecher. Die Expansion umfasst auch den Bau einer neuen Batteriefabrik auf dem Gelände. Damit will Tesla unabhängiger von Zulieferern werden und die Kosten für die Fahrzeugproduktion senken.

Kritik an Arbeitsbedingungen hält an

Allerdings bleibt das Werk in Grünheide auch im Fokus von Kritikern. Gewerkschaften und Umweltverbände bemängeln die Arbeitsbedingungen und den hohen Wasserverbrauch. Die IG Metall hatte zuletzt erneut zu Warnstreiks aufgerufen, um höhere Löhne und bessere Arbeitszeiten durchzusetzen. Tesla wies die Vorwürfe zurück und verwies auf die hohe Produktivität und die zahlreichen Arbeitsplätze in der Region.

Der Geschäftsbericht zeigt jedoch, dass die wirtschaftliche Lage des Werks robust ist. Analysten gehen davon aus, dass Tesla auch 2026 von der deutschen Produktion profitieren wird, selbst wenn die weltweiten Verkaufszahlen weiter sinken sollten.

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