VfB Stuttgart: Wohlgemuth bestätigt Pejčinović-Interesse – Deal vor dem Aus?
VfB Stuttgart: Pejčinović-Transfer vor dem Aus?

Der VfB Stuttgart erhöht den Druck im Transferpoker um Dženan Pejčinović. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth bestätigte am Donnerstag öffentlich das Interesse an dem 21-jährigen Stürmer des VfL Wolfsburg. Damit reagierte er auf die stockenden Verhandlungen, die an der hohen Ablöseforderung der Niedersachsen zu scheitern drohen.

Wohlgemuths überraschende Bestätigung

Im Rahmen des Trainingsauftakts sagte Wohlgemuth: „Ich kann bestätigen, dass wir an dem Spieler Interesse gezeigt haben.“ Auffällig ist die Verwendung der Vergangenheitsform – ein bewusstes Signal an Wolfsburg, dass das Interesse erlöschen könnte. Der VfB-Boss will damit Druck auf den VfL ausüben, der bisher auf einer Ablöse von 25 Millionen Euro pocht. Stuttgart hatte zuletzt ein Angebot von 18 Millionen Euro abgegeben, bestehend aus rund 16 Millionen Euro fixer Ablöse und Boni. Damit lag das Gesamtpaket bereits über dem von transfermarkt.de geschätzten Marktwert von 15 Millionen Euro.

Verhandlungen auf Eis – Alternativen gesucht

Derzeit sind die Gespräche zwischen den Klubs ausgesetzt. Pejčinović bleibt zwar Stuttgarts Wunschspieler, doch der VfB sucht parallel nach Alternativen. Wohlgemuth betonte: „Wir müssen da seriös bleiben. Er hat einen Arbeitsvertrag beim VfL Wolfsburg. Deswegen ist es nicht an der Zeit zu spekulieren, ob so etwas vonstatten gehen kann. Er macht die Vorbereitung beim VfL, und die macht er ordentlich.“ Sollten sich beide Klubs nicht annähern, müsste Pejčinović über die Vorbereitung hinaus in Wolfsburg bleiben – was Trainer Sebastian Hoeneß nicht gefallen dürfte.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Hoeneß fordert neuen Mittelstürmer

VfB-Cheftrainer Sebastian Hoeneß wünscht sich seit längerem einen neuen Mittelstürmer. Auf BILD-Nachfrage wollte er sich am Donnerstag nicht konkret zu Pejčinović äußern, sagte aber: „Fest steht, dass wir im Mittelsturm noch Bedarf sehen.“ Der 44-Jährige sieht die Offensive als Schwachstelle im Kader. Pejčinović wiederum möchte unbedingt zum VfB wechseln, locken ihn doch die Champions League und die Entwicklungsmöglichkeit unter Hoeneß. Diese Faktoren sind ein großer Trumpf für Stuttgart im Transferpoker.

Ausblick: Entscheidung in den nächsten Wochen

Ob der Transfer doch noch zustande kommt, bleibt offen. Der VfB zeigt sich zwar interessiert, aber nicht bereit, die geforderten 25 Millionen Euro zu zahlen. Wolfsburg wiederum muss abwägen, ob es den Spieler zu einem niedrigeren Preis abgibt oder auf einen Verbleib setzt. Für Stuttgart ist die Zeit knapp: Die Vorbereitung läuft, und Hoeneß möchte den Kader möglichst schnell komplett haben. Ein baldiges Treffen der Sportdirektionen könnte Klarheit bringen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration