Der Volkswagen-Konzern steht vor einer ungewissen Zukunft: Der Aufsichtsrat hat sich nicht zu den radikalen Vorschlägen des Vorstands um CEO Oliver Blume durchringen können. Geplante Werksschließungen und ein massiver Jobabbau sind vorerst vom Tisch. Der Konzern bleibt damit, wie sein Heimatland Deutschland, eine Reformbaustelle.
Aufsichtsrat blockiert Blumes Schrumpfungsplan
Die Vorschläge von CEO Oliver Blume sahen drastische Einschnitte vor, um die Wettbewerbsfähigkeit des Autobauers zu sichern. Dazu gehörten die Schließung mehrerer Werke und der Abbau tausender Stellen. Doch der Aufsichtsrat, in dem Arbeitnehmervertreter und das Land Niedersachsen starken Einfluss haben, verweigerte die Zustimmung. „Der Aufsichtsrat hat entschieden, die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht zu beschließen“, verlautete aus Kreisen des Gremiums.
Reformstau bei Volkswagen
Volkswagen kämpft mit hohen Kosten, sinkenden Margen und der Transformation zur Elektromobilität. Blume hatte die Sparpläne als alternativlos bezeichnet, um das Unternehmen zukunftsfähig zu machen. „Ohne tiefgreifende Einschnitte werden wir im internationalen Wettbewerb zurückfallen“, warnte der CEO in einer internen Mitteilung. Doch die Blockade im Aufsichtsrat zeigt die tiefe Zerrissenheit des Konzerns.
Auswirkungen auf die Belegschaft
Die Entscheidung bedeutet vorerst Sicherheit für die Beschäftigten. Die IG Metall begrüßte den Schritt: „Die Belegschaft hat sich erfolgreich gegen die radikalen Kürzungen zur Wehr gesetzt“, sagte ein Sprecher. Allerdings bleibt die Unsicherheit: Ohne Einsparungen drohen langfristig Wettbewerbsnachteile. Analysten warnen, dass Volkswagen ohne Reformen weiter Marktanteile verlieren könnte.



