VW: Absatz in China bricht um 26 Prozent ein – Elektroautos legen zu
VW-China-Absatz bricht ein – E-Autos legen zu

Volkswagen hat im ersten Halbjahr 2024 einen deutlichen Absatzrückgang verzeichnet. Der Konzern lieferte weltweit 4,13 Millionen Fahrzeuge aus, sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders stark traf es das China-Geschäft: Hier brach der Absatz um rund 26 Prozent ein. Das teilte der Wolfsburger Autobauer am Freitag mit.

Europa und Nordamerika als Stützen

In Europa konnte Volkswagen dagegen Zuwächse verbuchen. Auch in Nordamerika legte der Absatz im zweiten Quartal um acht Prozent zu. Vertriebschef Marco Schubert zeigte sich zufrieden mit dem Geschäft in diesen Regionen.

Ein Lichtblick war der Bereich Elektroautos. Die erst vor wenigen Wochen eingeführte Electric Urban Car Family – elektrische Kleinwagen der Marken VW, Skoda und Cupra – sei sehr gut angenommen worden. „Für die elektrischen Kleinwagen im Einstiegssegment sind bereits mehr als 54.000 Bestellungen eingegangen. Das liegt deutlich über unseren Erwartungen“, sagte Schubert.

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Herausforderung China

„Herausfordernd bleibt die Situation in China“, bilanzierte Schubert. Der Druck auf deutsche Autobauer im Reich der Mitte hält an. Auch die VW-Tochter Audi leidet: Die Auslieferungen sanken im zweiten Quartal um 8,2 Prozent auf 367.139 Fahrzeuge. Im zweiten Quartal 2023 hatte Audi noch fast eine halbe Million Autos ausgeliefert. Seither ging es dreimal in Folge bergab.

Die Konkurrenten BMW und Mercedes-Benz kämpfen ebenfalls mit dem schwachen Marktumfeld für deutsche Hersteller in China.

Sparprogramm und Modellreduktion

Die Veröffentlichung der Absatzzahlen erfolgte einen Tag nach der entscheidenden Aufsichtsratssitzung, bei der Vorstandschef Oliver Blume seinen Umbauplan vorlegte. Volkswagen will die Modellpalette um bis zu die Hälfte reduzieren und die Komplexität des Angebots um bis zu 75 Prozent senken. Welche Marken konkret betroffen sind, ließ der Konzern offen.

Entscheidungen zu Personalabbau oder Werkschließungen wurden vertagt. Betriebsratschefin Daniela Cavallo kritisierte Blumes Pläne scharf und stellte ein Ultimatum: Bis Freitag solle sich der Konzernchef zu den Gerüchten äußern.

Mit Agenturmaterial.

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