VW China-Absatz bricht um 26 Prozent ein – Elektro-Offensive in Europa
VW China-Absatz bricht um 26 Prozent ein

Der kriselnde Autobauer Volkswagen kann sich der Schwäche im wichtigen chinesischen Markt nicht entziehen. Der Wolfsburger Konzern, zu dem Marken wie VW, Audi, Skoda oder Porsche gehören, lieferte im ersten Halbjahr mit 4,13 Millionen Autos sechs Prozent weniger Fahrzeuge an die Kunden aus als im Vorjahr, wie er am Freitag mitteilte.

China-Einbruch um 26 Prozent

In China brach der Absatz dabei um rund 26 Prozent ein. Zuwächse erzielte Volkswagen dagegen in Europa, in Nordamerika habe es im zweiten Quartal sogar ein Plus von acht Prozent gegeben. Gut gelaufen sei das Geschäft mit Elektroautos, hieß es weiter.

„In unserer Heimatregion kommt die erst vor wenigen Wochen eingeführte Electric Urban Car Family sehr gut bei unseren Kunden an“, sagte Vertriebschef Marco Schubert. Für die Fahrzeuge im Einstiegssegment von VW, Skoda und Cupra seien bereits mehr als 54.000 Bestellungen eingegangen: „Das liegt deutlich über unseren Erwartungen.“

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Herausfordernde Lage in China

„Herausfordernd bleibt die Situation in China“, bilanzierte Schubert. Auch Konkurrenten wie BMW oder Mercedes-Benz hatten dort Federn lassen müssen. Der Konzern hat seine Auslieferungszahlen nur einen Tag nach der entscheidenden Aufsichtsratssitzung veröffentlicht, bei der Vorstandschef Oliver Blume seinen Plan für den Umbau des Unternehmens vorgelegt hat.

Blumes Strategie wird weitreichende Konsequenzen für das Unternehmen sowie seine Verkaufszahlen haben. Wie Volkswagen mitteilte, will das Management etwa die Modellpalette des Autobauers um bis zur Hälfte reduzieren. Welche Marken in welchem Ausmaß davon betroffen sein werden, kommentierte der Konzern nicht. Die Komplexität des gesamten Angebots soll jedenfalls um bis zu 75 Prozent sinken.

Sparprogramm und offene Werksfrage

Entscheidende Fragen, wie etwa zu einem möglichen Personalabbau oder zur Zukunft der Werke, haben Aufsichtsrat und Konzernspitze aber noch nicht besprochen. Die Entscheidung über diese Themen wurde auf einen späteren Zeitpunkt vertagt. Betriebsratchefin Daniela Cavallo griff nach Berichten zu den Plänen Blume und die Konzernleitung scharf an und stellte ein Ultimatum an den Konzernchef: Bis zum heutigen Freitag soll sich der Konzernchef klar zu den Gerüchten äußern.

Mit Agenturmaterial.

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