VW: Existenzängste übertrieben, aber Reformstau gefährlich
VW: Existenzängste übertrieben, Reformstau bleibt

VW-Aufsichtsrat blockiert Personalvorständin – Reformstau gefährdet Zukunft

Die Existenzängste bei Volkswagen sind nach Einschätzung von Analysten übertrieben, doch der Konzern steckt in einer tiefen Führungskrise. Der Aufsichtsrat kann sich seit Monaten nicht auf die Besetzung des Postens der Personalvorständin einigen, obwohl der Jobabbau auf Rekordniveau steigt. Wie meine Kollegen Lazar Backovic und Martin Buchenau berichten, blockieren Arbeitnehmervertreter die Berufung der Bosch-Managerin Erika Rasch, weil sie im Gegenzug keinen gewünschten Technikchef erhalten.

Blockade im Aufsichtsrat – Arbeitnehmer verhindern wichtige Personalie

Der Posten des Personalvorstands ist seit über einem Jahr unbesetzt – ein Zustand, der angesichts des geplanten massiven Stellenabbaus als untragbar gilt. Die Arbeitnehmerbank im Aufsichtsrat verweigert die Zustimmung zu Erika Rasch, einer bestens beleumundeten Kandidatin, solange nicht ihr Wunschkandidat für den Technikvorstand berufen wird. Diese Blockadehaltung lähmt das Unternehmen und gefährdet dringend benötigte Reformen.

Kritik aus der Politik – Wirtschaftsminister besorgt um Arbeitsplätze

Ein Wirtschaftsminister, der anonym bleiben möchte, äußerte sich besorgt über die Entwicklung bei VW. „Das Management versagt auf ganzer Linie“, sagte er. „Wenn der Aufsichtsrat sich nicht einmal auf eine Personalvorständin einigen kann, wie soll dann der Konzern zukunftsfähig gemacht werden?“ Der Minister fürchtet um Arbeitsplätze in seinem Bundesland, die von VW abhängen.

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Historisch schlechte Ergebnisse – aber keine Existenzkrise

Trotz der Führungsschwäche sind die finanziellen Probleme von VW nicht existenzbedrohend. Die Ergebnisse sind zwar historisch schlecht, aber der Konzern verfügt über ausreichende Reserven, um die Krise zu überstehen. Analysten sehen die Hauptgefahr in der mangelnden Reformfähigkeit des Unternehmens. „VW ist nicht pleitegefährdet, aber der Reformstau könnte langfristig schaden“, sagte ein Branchenexperte.

Fazit: Reformen dringend nötig – aber Panik unangebracht

Die Ängste vor einer Existenzkrise bei VW sind übertrieben, doch der Konzern muss dringend handeln. Die Blockade im Aufsichtsrat muss aufgelöst werden, damit wichtige Personalentscheidungen getroffen werden können. Ansonsten droht VW, den Anschluss an die Wettbewerber zu verlieren.

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