USA greifen erneut Brücken und Flughäfen im Iran an – Kuwait und Bahrain in Alarmbereitschaft
USA greifen erneut Brücken und Flughäfen im Iran an

Die USA haben in der Nacht zum Freitag erneut militärische Angriffe auf Ziele im Iran durchgeführt. Wie das US-Verteidigungsministerium mitteilte, wurden Brücken, Flughäfen und Kraftwerke ins Visier genommen. Am Morgen erklärten die USA die neue Angriffswelle für beendet. In Kuwait und Bahrain wurde Alarm ausgelöst, die Luftabwehrsysteme seien in erhöhter Bereitschaft.

Trump spricht von begrenzter Aktion

US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Operation im Kongress als „begrenzte militärische Aktion“. Gleichzeitig setzen die USA ihre Seeblockade iranischer Häfen fort und wollen die Kontrolle über die Straße von Hormus übernehmen. Auf die zunächst angekündigte Maut für die Durchfahrt verzichtet Trump nun offenbar. „Wir werden die Freiheit der Schifffahrt gewährleisten, aber ohne zusätzliche Gebühren“, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses.

Konflikt droht sich auszuweiten

Die erneuten Angriffe deuten darauf hin, dass die Auseinandersetzung länger andauern könnte. Experten warnen vor einer Eskalation im gesamten Nahen Osten. Die USA hatten bereits in den vergangenen Wochen mehrfach Ziele im Iran bombardiert, darunter Raketenstellungen und Kommandozentralen. Der Iran drohte mit Vergeltung und kündigte an, die Straße von Hormus zu sperren, falls die Angriffe nicht aufhörten.

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Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Wasserstraßen für den globalen Öltransport. Sollte der Iran die Durchfahrt blockieren, droht ein massiver Ölpreisschock. Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Region verstärkt, um die Seewege zu sichern. Kuwait und Bahrain, die beide US-Militärbasen beherbergen, haben ihre Luftabwehr hochgefahren.

Reaktionen aus der Region

Die Golfstaaten zeigten sich besorgt über die Entwicklungen. Saudi-Arabien rief zur Zurückhaltung auf, während der Iran seine Verbündeten im Libanon und im Jemen mobilisierte. Der Irak, der zwischen den Fronten steht, bat um Vermittlung. Die EU forderte ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen und kündigte eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats an.

„Die Angriffe auf die Infrastruktur des Iran sind völkerrechtlich fragwürdig“, kritisierte der außenpolitische Sprecher der Grünen im Bundestag. „Deutschland muss sich für eine diplomatische Lösung einsetzen, bevor die Region im Chaos versinkt.“

Zahlen und Fakten zum Iran-Krieg

Seit Beginn der US-Luftangriffe vor drei Wochen wurden nach Angaben iranischer Behörden mehr als 200 Zivilisten getötet und über 1.000 verletzt. Die USA bestreiten zivile Opfer und sprechen von gezielten Schlägen gegen militärische Einrichtungen. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) warnte vor einer Gefährdung iranischer Atomanlagen.

Der Ölpreis ist seit Beginn der Krise um rund 25 Prozent gestiegen. Analysten befürchten einen Anstieg auf über 150 Dollar pro Barrel, falls die Straße von Hormus blockiert wird. Die USA haben strategische Ölreserven freigegeben, um den Markt zu beruhigen.

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