Volkswagen hat im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch um rund ein Drittel verzeichnet. Der Nettogewinn des kriselnden Autobauers sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32,9 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Im zweiten Quartal 2025 hatte der Gewinn noch 2,29 Milliarden Euro betragen. Als Hauptursache nannte der Konzern einen drastischen Rückgang des Absatzes in China.
Herausforderungen für die Autoindustrie
Das Umfeld für die Autoindustrie bleibe „extrem herausfordernd: geopolitische Krisen, Handelskonflikte, hohe regulatorische Anforderungen, volatile Märkte und verschärfter Wettbewerb“, erklärte Volkswagen-Chef Oliver Blume. Angesichts der schwierigen Lage setzt das Unternehmen seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr herunter. Der Konzern rechnet nun mit einer Entwicklung von minus drei bis null Prozent beim Umsatz – zuvor war Volkswagen von null bis drei Prozent ausgegangen.
Stellenabbau und Werksgefährdung
Weltweit steht bei VW der Abbau von zehntausenden Jobs zur Debatte; umfangreiche Stellenstreichungen sind bereits beschlossen. Der Absatz war zuletzt stark eingebrochen. In Deutschland gelten die VW-Werke in Zwickau, Emden und Hannover sowie das Audi-Werk in Neckarsulm als gefährdet.
„Wir müssen unsere Anstrengungen erhöhen, um unsere Kostenbasis strukturell zu senken und unsere Ergebnisqualität nachhaltig zu steigern“, erklärte Volkswagen-Finanzchef Arno Antlitz. Nun sei eine „rasche und konsequente Umsetzung“ entscheidend.



